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Gratwanderung vom Klingenstock zum Fronalpstock

Wanderung Stoos-Klingenstock-Fronalpstock 4/8

Oben angekommen, haben wir bereits 635 Höhenmeter der Rundwanderung bewältigt. Trotz der Pause beim Aufstieg liegen wir gut in der vorgegebenen Zeit von 2.30 Stunden für den Abschnitt von Stoos zum Klingenstock.

Mit dem entsprechend guten Gefühl verweilen wir direkt unterhalb des Gipfelkreuzes und lassen unsere Blicke über das wunderschöne Panorama der weiter südlich emporragenden Alpen schweifen, wagen aber auch den Blick in die Tiefe der steil (aber keinesfalls senkrecht) abfallenden Südseite des Klingenstocks.

Quirlblättriges Läusekraut (Pedicularis verticillata)
Gipfelkreuz Klingenstock

So ruhig es auf dem Bergweg zwischen Stoos und Klingenstock ist, so lebhaft geht es oben auf dem Grat zwischen den Liften der Bergbahnen zu. Steht im Rother Wanderführer:

viel begangene Wanderung, so bemerkt ein älterer Mann neben uns: »Das ist ja eine Volkswanderung.« Nun, ganz so schlimm ist es freilich nicht. Abschnittsweise nimmt es aber schon die Züge einer Karawane an.

Südseite vom Klingenstock
Blick vom Klingenstock in die Tiefe nach Rosslaui
Rastplatz Nollen

Auf dem Weg Richtung Huserstock wird deutlich, warum dies so ist. Ist es auf der einen Seite die fantastische Bergkulisse, sind es direkt am Wegesrand die vielen seltenen, geschützten Pflanzen.

Nachdem wir bereits in den unteren Lagen mehrere Orchideen- und, auf Höhe des Jochs, Enzian-Arten gesehen haben, finden wir oben auf dem Grat Läusekräuter, Alpenastern und Steinnelken. Teilweise sieht es aus, als wäre hier oben ein großer Steingarten angelegt worden.

Aussicht über den Urnersee zum Oberbauenstock
Grat zwischen Klingenstock, Rotturm und Nollen

Als Krönung rückt bei Nollen der türkisblaue Urnersee in unser Blickfeld - zusammen mit einem Rastplatz, der sich nur einen Katzensprung von der auch hier steil abfallenden Hangkante befindet. Um dorthin zu gelangen, müssen wir scheinbar vom Wanderweg auf einen ungesicherten Pfad abbiegen, der in einem Bogen durch eben diesen steil abfallenden Hang zu dem exponierten Platz führt. Uns schwant schon Böses.

Dann bemerken wir aber doch den zweiten Zugang weiter oben, über den sich der große Vespertisch gefahrlos erreichen lässt. Schön finden wir, dass es auf jeder Seite nur je eine lange Bank gibt, sodass wir bald mit anderen Wanderern ins Gespräch kommen.

Alpenaster (Aster alpinus)
Mittagspause bei Nollen
VG Wort