Anzeige

Spaziergang durch San Francisco

Pioneer Park San Francisco
Käfer beim Parken aufgesetzt

An unserem Tag zur freien Verfügung stellen wir immer wieder fest: im Vergleich zu den anderen Städten unserer Rundreise durch den Südwesten der USA ist es in San Francisco wirklich toll, sich zu Fuß fortzubewegen.

Anstelle von riesigen Parkplätzen ebenso großer Einkaufszentrum besteht die Stadt aus überschaubaren Vierteln und statt mehrspuriger Stadtautobahnen haben die Straßen hier oft nur eine Spur für jede Richtung. Mal abgesehen davon, dass in vielen Straßen von San Francisco kaum Verkehr herrscht.

Coit Tower
Geldbaum unter freiem Himmel
alte Architektur in San Francisco

Apropos Straßen von San Francisco: Das strenge Schachbrettmuster der hügeligen Stadt, in der die Straßen ungeachtet der Geländeform gebaut wurden, ermöglichte in der Krimi-Fernsehserie »Die Straßen von San Francisco« erst die spektakulären Verfolgungsjagden. Flüchtende wie Verfolgte jagten die Straßen wie Rampen hinauf, um oben über den Knick der Straße hinauszuschießen.

Bis heute gibt es wohl keine Serie, bei denen die Autos öfter durch die Luft flogen - und danach noch fahrbereit waren. Leider hat dies viele Privatleute dazu animiert, ihren Wagen auf diesen Rampen hinauf zu beschleunigen, um einmal den Nervenkitzel des Fliegens zu erleben. Doch genau da ist das Problem. Denn die Knicks, über denen sie abheben, sind überall da, wo sich Straßen kreuzen, was zu schweren Unfällen geführt hat.

Straßensteigung in San Francisco
Blick ins Zentrum von San Francisco

Durch Sperrungen und Umbaumaßnahmen hat die Stadtverwaltung dem Treiben ein Ende gesetzt. So heißt es heute von der Lombard Street, sie sei die Straße mit den meisten Kurven der Welt. Zumindest für San Francisco mag dies stimmen.

Denn um ihr die Steile zu nehmen, hat man die einst gerade Straße mit kleinen Serpentinen versehen, die heute nur noch Schrittgeschwindigkeit zulassen.

Lombard Street
Wenden vom Cable Car

Am oberen Ende dieser Serpentinen angekommen, erreichen wir die Linie der Cable Car »Powell-Hyde«, der wir nach Norden zum Hyde Street Pier folgen. Unten angekommen, lohnt es sich, bei der Endstation eine Weile zu warten. Denn die alten Cable Cars werden auch heute noch allein durch Muskelkraft herumgedreht, bevor sie die Strecke wieder zurückfahren.

Wobei Muskelkraft wohl doch ein wenig übertrieben ist. Es sind städtische Angestellte, die wir beobachten, wie sie sich einfach mit ihrem Gewicht gegen die Bahn und ein Schild lehnen, um das Wendemanöver zu vollbringen.

Garküche bei der Fishermans Wharf
Garküche bei der Fishermans Wharf

Wenige Meter von der Endstation entfernt, kommen wir auf den Hyde Pier. Auf ihm sind unter anderem das Maritime Museum und der Maritime National Historic Park untergebracht. Von hier ist es dann auch nur noch ein Katzensprung zu den touristisch geprägten Straßen der Fishermans Wharf und den Pieren 45, 43 1/2, 41 und zuletzt wieder 39, wo es eine im Winter etwas zugige, aber dafür in schöner Aussichtslage gebaute Pizzeria gibt - aber da waren wir ja schon.

VG Wort