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Rundflug Grand Canyon

Mit dem Hubschrauber über dem Colorado River

Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist natürlich, den Grand Canyon aus der Vogelperspektive zu sehen. Schon vor der Rundreise war damit für uns klar, dass wir uns einen Rundflug mit einem Hubschrauber über die riesige Schlucht gönnen wollen. Bevor wir unsere Pilotin, Heather, kennen lernen,

werden wir jedoch zuerst einmal im Terminal von Papillon Grand Canyon Helicopters auf die Waage gestellt. Gleich danach müssen wir uns ein Video über die Sicherheitsbestimmungen während des Rundflugs anschauen. Weil dieser auf Englisch ist, erhalten wir zusätzlich noch einen Zettel, auf dem alle wichtigen Hinweise zusammengefasst sind.

unser Helikopter landet
Annette und Lars kurz vorm Abheben

Das Gewicht entscheidet übrigens darüber, wer wo im Helikopter sitzt. Das soll eine Schieflage verhindern und führt bei uns dazu, dass Annette vorne neben der etwa genauso leichten Heather sitzen darf. Bis auf eine Frau, welcher der einzige Mittelplatz zugewiesen wird, sitzen die übrigen Passagiere alle außen.

Links und rechts entscheidet, wer später welche Seite des Grand Canyons zu sehen bekommt. Denn auch wenn Papillon bei der Wahl der Hubschrauber darauf achtet, dass jeder Gast eine möglichst gute Sicht hat, bleiben die Platzverhältnisse natürlich beengt.

Flughafengebäude beim Grand Canyon
Lars im Hubschrauber

Nach ein bisschen hin und her im Terminal und Verwirrung, welche Gruppe in welche Maschine einsteigen soll, werden wir endlich auf die Landefläche geführt. In welcher Folge wir einsteigen dürfen, entscheidet das Bodenpersonal, das uns beim Angurten behilflich ist und vor dem Start noch einmal kontrolliert,

ob wir auch nichts falsch gemacht haben. Dann wird die Tür geschlossen und heben wir Sekunden später ganz sanft ab. Gut, die Kopfhörer sind absolut angebracht. Aber dass der Helikopter ohne jedes Wackeln senkrecht in die Höhe steigt, hatten wir nicht gedacht.

Eisenbahnlinie in der Nähe des Grand Canyons
Nadelwald am Südrand vom Grand Canyon

Nach der Begrüßung erklärt Heather, dass wir Glück haben. Ihr Hubschrauber ist schneller als die anderen, sodass wir auf unserem Rundflug etwas mehr Zeit über dem Grand Canyon verbringen können. Denn der Flugplatz ist ein gutes Stück vom Rand der Schlucht entfernt.

Tatsächlich fliegen wir zunächst acht Minuten über einen Nadelwald und können dabei mehrmals auf eine Bahntrasse hinabschauen, auf der die Zugfahrten als ein weiteres unvergessliches Erlebnis beworben werden; nur mit dem Unterschied zum Rundflug, dass man vom Waggons aus nichts sieht, wenn nicht den Wald.

Hubschrauberflug über den Grand Canyon
Blick vom Hubschrauber über den Grand Canyon

Weil ich entgegen der Flugrichtung und auf der vom Canyon abgewandten Seite sitze, sehe ich den Grand Canyon als letzter. Dafür aber fällt die Landschaft unter mir am plötzlichsten steil nach unten. Über die Kopfhörer mit passender Musik bedudelt, stockt mir für einen Moment der Atem.

Auf einmal gibt es so vieles zu sehen, dass ich gar nicht weiß, in welche Ausbuchtung des Grand Canyons, in welchen der einmündenden, kleineren Canyons ich zuerst hinab blicken soll. Dabei stehen wir erst am Anfang eines schier unbeschreiblichen Abenteuers.

VG Wort
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