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Die Drei Grazien beim Catalkaya Tal

zum Sonnenuntergang in Kappadokien

Lars und Anne bei den Drei Grazien von Kappadokien
Lars und Anne bei den Drei Grazien - Üç Güzeller - in Kappadokien
Die Drei Grazien, Üç Güzeller, von Kappadokien

Insgesamt 600 km Fahrt brachten uns von der Stadt Antalya ins Herz von Kappadokien, wo uns ein malerischer Sonnenuntergang empfing. Bei besten Lichtverhältnissen legte unser Reiseführer flugs einen Fotostopp beim Catalkaya Tal ein. Von einem Kamm aus blicken wir auf die Drei Grazien, auch die Drei Schönen oder auf türkisch Üç Güzeller. Es sind die berühmten Catalkaya-Gabelfelsen, welche als das Wahrzeichen der Stadt Ürgüp gelten. Die Feenkamine weisen hier eine besonders interessante und originelle Pilzform auf. Zudem ist die Lage direkt an der D302 für sämtliche Reisebusse der perfekte Anlaufpunkt.

So kommen wir kurz vor der Dämmerung in unserem Hotel an. Sehr positiv: unser Reiseleiter durfte sich stets vor den anderen Führern die Unterkunft auswählen, wodurch wir die etwas besseren Hotels bekamen (gleiches gilt übrigens für die Gruppe von Selcuk, der seine Leute dazu anhielt, vor den anderen Stillschweigen zu bewahren). Ebenfalls positiv: Obwohl die Teilnehmer der Reise in zwei Busse gepasst hätten, wurden aus Gründen der Bequemlichkeit drei Busse eingesetzt, wobei sich alle drei Gruppen nahezu unabhängig voneinander bewegten.

Sonnenuntergang bei den Drei Grazien in Kappadokien

Kaum im Hotel angekommen, schalteten alle Teilnehmer der Rundreise sämtliche möglichen elektrischen Geräte ein, um so den ersten Stromausfall der Reise zu verursachen. Dumm, wenn man sich da bereits auf dem Weg nach unten befindet. Saudumm, wer ca. eine Sekunde, nachdem das Licht wieder angeht, die Treppe herunterrutscht *grrr*.
Dafür war zumindest Annette bestens versorgt, nachdem sie den kleinen Hotelzoo mit Enten, Wachteln, kleinen Hunden und Kaninchen entdeckte.

Das Hotel selbst befand sich etwas außerhalb von Ürgüp, sodass wir abends einen kleinen Spaziergang einlegen mussten, um in das nächste Dorf zu gelangen. Leider führte der Weg (es war mittlerweile dunkel geworden) an einem schwarzen, großen und vor allem bösartigen Hund vorbei, der uns erst anknurrte, bevor er auf uns zu gerannt kam. Grund genug für einen halberstickten »Annettepanikschrei«.

Gar nicht witzig, zumal in der Dunkelheit weder ein Stein noch Knüppel zu sehen war und ich dachte, gleich angefallen zu werden. Nun, Annette hinter mir gedrückt, den Hund scharf angeschrien und mit Hilfe eines herbeieilenden Türken, der ebenfalls schrie und außerdem mit Steinen warf, konnte die Situation gerade noch so entschärft werden. Weiche Knie konnte dies jedoch nicht mehr verhindern.

Felsenlandschaft Kappadokien

In der Ortschaft angekommen (das Herz hatte sich keineswegs beruhigt), wurden wir jedoch mit einer Führung durch ein griechisches, über kappadokische Höhlen errichtetes Gebäude entschädigt. Der Besitzer der »noch Ruine« nahm sich für deutsche Verhältnisse erstaunlich viel Zeit, uns die meisten der stark sanierungsbedürftigen Räume zu zeigen,

bzw. zu erklären, wo das Restaurant des Vaters sowie seine Disco bis zum nächsten Jahr entstehen werden. Mit 50 Leuten wollen sie es über Winter schaffen. Im angrenzenden Laden wurden wir wieder auf einen Apfeltee eingeladen, bevor Annette einen kleinen Glücksanhänger geschenkt bekam.

VG Wort
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