Besuch einer Zuckerfabrikruine

Jeep Safari Tobago
Limen auf einer Zuckerpresse

Unser letzter Halt ist bei einer alter Zuckermühle. Das heißt, eigentlich haben nur spärliche Reste die Zeit überdauert. Der größte Teil der Gebäude ist entweder verwittert oder wurde als Baustoff für andere Gebäude genutzt.

Immerhin aber ist die alte Zuckerrohrpresse erhalten und lässt sich erkennen, von wo das Wasser kam, das die Mühle im 19. Jahrhundert angetrieben hatte. Daneben sind noch drei Kessel erhalten, in denen der Zuckersaft damals schonend erhitzt wurde.

mit Bromelien behangener Baum
Fabrizio
alte Siedetöpfe für den Zuckersud

Nachdem wir uns den Ablauf der Zuckerproduktion und die Geschichte des Zuckerbooms bis hin zur Überproduktion und Schließung der Anlagen auf Tobago angehört haben, führt uns Fabrizio zu einem umgestürzten Baum. Nun, eigentlich wippt er eher auf dem Stamm, der sich durchbiegt und wieder zurück federt.

Wie der Baum heißt, wissen (verstehen) wir leider nicht, aber es muss sich um eine Art Kautschuk handeln, deren Saft, ritzt man den Stamm an, weiß austritt und später eine klebrige, abziehbare Masse bildet. »Wir nennen den Baum Kondombaum«, erklärt Fabrizio. Gut, dass wir das wissen.

Kondom-Baum
kleiner Bach auf Tobago

Mit dem vermeintlichen günstigen Gag endet unsere Jeepsafari und geht es über die breite, gut ausgebaute Hauptverkehrsachse entlang der atlantischen Küste und durch Scarborough zurück auf die Karibikseite von Tobago. Wenn wir bedenken, dass wir diesen Ausflug zunächst nicht auf unserer Liste hatten,

sind wir doch froh, dass wir uns vor Ort dazu haben hinreißen lassen. Schon allein wegen dem Bad im Highland Wasserfall, aber auch der Fahrt über den unwegsamen, steilen Mot Mot Trail hat sich die durchschüttelnde Tour alle mal gelohnt.

Jeepsafari auf Tobago

Eindrücke einer abenteuerlichen Jeep-Safari auf Tobago mit Fahrt über den Mot Mot Trail, Wanderung zu einem Wasserfall und Beobachten von Kaimanen.
VG Wort