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Montaña Roja

Wenigstens genauso interessant aber sind die Krebse, die wir am Strandabschnitt zwischen dem Bocinegro und dem Montaña Roja finden. Auf dem dunklen Untergrund hätten wir die ebenfalls dunklen Tiere beinahe übersehen.

Erst als eine Welle gegen die Felsen klatscht, huschen sie schnell ein paar Dezimeter höher. Andere tasten sich vorsichtig den Stein hinunter, um dann zum nächsten Fels zu springen.

versteinerte Düne unterhalb des Montana Roja

Als wir schließlich den Montaña Roja in Angriff nehmen, müssen wir feststellen, dass es der Berg echt in sich hat. 173 Meter vom Meer zum Gipfel sind wahrlich nicht viel. Aber der Weg ist alles andere als leicht zu begehen. So rutschen wir selbst mit Aufpassen immer wieder ein paar (ab und zu auch ein paar mehr) Zentimeter den Hang herab.

Stellenweise ist es fast, als läuft man über ein ganz feines Granulat, das in der Schräge so gut wie keinen Halt bietet. Erschwerend kommt hinzu, dass der Wanderweg phasenweise stark ausgetreten ist, oder es mehrere Möglichkeiten gibt, sich hoch zu tasten.

Krebse - gefunden?
auf dem Gipfel des Montana Roja

Zehn Minuten, nachdem meine Eltern den Gipfelsturm abbrechen, erreichen Annette und ich den Gipfel. Wie auf jedem Berg Teneriffas, empfängt uns oben eine steife Brise. An keinem anderen Ort der Insel aber gibt es so eine gute Sicht auf den Flughafen Teneriffa Süd.

Da freut sich doch das Wanderherz (-; Nein, es ist eigentlich schon mal ganz interessant, solch eine Perspektive auf den Ort zu bekommen, an dem man in wenigen Tagen die Insel wieder verlässt. Allerdings fragen wir uns, ob es so toll ist, seinen Urlaub an dem an sich ja schönen Playa de La Tejita zu verbringen, wenn hinter einem ständig Flieger landen und abheben?

Blick über den Playa de La Tejita zum Flughafen
Blick über Bananenplantagen zum Flughafen Teneriffa Süd

Nach ein paar Minuten haben wir genug gesehen, die Info-Tafeln oben auf dem Gipfel mit einigen anderen Ausflugszielen im Süden Teneriffas studiert und auch das in diesem Urlaub gängige Erfrischungsgetränk hinunter gespült.

Mit dem guten Gefühl, einen 173er bezwungen zu haben, tasten und rutschen wir uns also wieder herunter, sammeln am Strand meine Eltern auf und spazieren bei aufkommendem Wind zurück nach Médano.

VG Wort
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