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Tierfontein

und das einsame Bo-Plaas & Bundu Camp im Vredefort Dome

Anne beim großen Baum der Tierfontein Farm
großer Baum der Tierfontein Farm beim Vredefort Dome
Wasserversorgung der Tierfontein Farm beim Vredefort Dome

Gut, wir verlassen die Teerstraße und rasen fortan über staubige Pisten zu Bernards zweitem Beweis. Wozu haben wir eigentlich das Auto gewaschen? Nach gut acht Kilometern legen wir bei einer Weggabelung einen Zwischenhalt ein. Auch dieser Platz wirkt unscheinbar, gilt jedoch als historisch. In dieser Gegend ließen sich die Buren nieder, als sie vor den Engländern flüchteten und Schutz in den Kraterbergen suchten. Unweit davon befindet sich ein gewaltiger Felsen.

Deutlich zeichnen sich die einzelnen Gesteinsschichten ab, welche schräg nach oben gehen. Normalerweise verlaufen solche Schichten waagerecht. Folglich müssen hier gewaltige Kräfte auf die Geologie eingewirkt haben. Genau dieses Ereignis hat Südafrika den Goldreichtum beschert. Denn auch die Goldadern liegen normalerweise waagerecht und sehr tief in der Erde. Durch den Meteoriteneinschlag wurden sie nach oben gedrückt und verlaufen nun schräg ins Erdinnere hinein.

großer Baum bei der Tierfontein Farm beim Vredefort Dome
Kaffeezeit beim Bo-Plaas & Bundu Camp in Südafrika

Bei der Sunnyside Farm erreichen wir eine Brücke über den Fluss Vaal. Das Flusstal ist idyllisch grün. Die mitgeführten Sedimente lassen den Fluss unsauber wirken. Gefährlich sind aber die oft unsichtbaren Abwässer der Goldminen, welche leider allzu oft in den südafrikanischen Gewässern landen.

Doch uns führt der dritte Beweis an den Fluss. Am Ufer entdecken wir einige Felsbrocken, auf denen sich Muster abzeichnen, die an einen Tannenbaum erinnern. Solche Texturen entstehen durch eine plötzliche, starke Hitzeeinwirkung auf das Gestein.

beim Boplaas Camp in Südafrika

Um Lars zu entlasten, übernehme ich beim Fluss das Steuer. Komischerweise schnallen sich auf einmal alle Insassen an. Doch auch ich bringe die Leute sicher zum vierten Beweis. Dazu müssen wir uns zuerst bei der Farm von Tierfontein anmelden. Der Farmer ist unterwegs. Aber seine Mutter lässt uns passieren.

Durch eine Kuhweide holpern wir auf einem baufälligen Feldweg in Richtung Kraterrand. Dort erreichen wir das Bo-Plaas & Bundu Camp, wo wir zunächst eine wohlverdiente Kaffeepause genießen. Das Camp ist mit Mehrbetthütten und sanitären Anlagen ausgestattet. Es ist sehr schlicht, aber schön. Bernard hat hier schon mit Schulklassen übernachtet.

Bo-Plaas & Bundu Camp beim Vredefort Dome in Südafrika
das Oppikant Camp bei Tierfontein - Südafrika

Ein paar Meter weiter erreichen wir zu Fuß ein weiteres Bush Camp. Dort bieten zwei Hütten Platz für vier Personen. Es gibt eine offen gehaltene Küche mit Gas betriebenen Kühlschrank und Herd, ein Bad mit Dusche und natürlich einen großen Braai Platz. Was fehlt, ist Elektrizität. Die Hütten sind mit LED-Lampen spärlich beleuchtet.

Den Strom liefert eine kleine Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Es ist ein richtig toller und ruhiger Ort, um mal drei oder vier Wochen auszusteigen. Lars macht sich schon Gedanken, dort ein Buch zu schreiben … Leider benötigt sein Laptop dazu aber doch etwas mehr Strom als die PV-Anlage erzeugen kann.

das Oppikant Camp bei Tierfontein - Südafrika
das Oppikant Camp bei Tierfontein - Südafrika

Egal. Heute sind wir wegen des Vredefort Domes hier. Von einer Anhöhe blicken wir über den Kraterrand auf die wunderschöne Berglandschaft des Domes. Auf dem Aussichtsplatz liegt jede Menge Gesteins-Konglomerat herum.

Es gleicht dem im nördlichen Alpenvorland vorkommenden Nagelfluh. Auch dieser entsteht durch starke Hitze und Druck. Solches Konglomerat ist im Vredefort Dome an einigen Stellen zu finden. Zufrieden holpern wir wieder zurück zur Farm und nehmen Beweis Nummer fünf in Angriff.

Kühe bei der Tierfontein Farm in Südafrika
Aussicht über die Landschaft des Vredefort Dome in Südafrika
VG Wort
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