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Beehive, die traditionell gebaute Grashütte im Swasiland

übernachten in einem Bienenstock des Mlilwane Wildlife Sanctuary

Beehives des Mlilwane Wildlife Sanctuary
Beehives des Mlilwane Wildlife Sanctuary

Den letzten Tag und die Nacht in Swasiland verbringen wir nun doch in einem Beehive, also einer der Bienenstockhütten. Alle paar Jahre müssen diese erneuert werden, was unser Pech war. Es gibt zwar mehrere Parzellen mit je einem Kreis von Beehives beim Mlilwane Wildlife Sanctuary.

Da einer dieser Hüttenkreise wenige Wochen vor unserer Reise abgerissen und neu aufgebaut wurde, waren die Beehives während unseres Aufenthalts jedoch stark begrenzt. Erst an unserem letzten Tag wird die neue Parzelle wieder eröffnet. So gehören wir zu den ersten Gästen, die in diesem Beehive übernachten.

unser Beehive in Swasiland
unser Beehive in Swasiland

Der Eingang zur Bienenkorbhütte ist traditionell niedrig gehalten. In früheren Zeiten diente dies zum Schutz vor Angreifern, die gebückt in die Hütte eintreten mussten. Einem unerwünschten Eindringling konnte man so besser eins überziehen. Der Innenraum ist hingegen sehr geräumig und bietet Platz für zwei große Betten.

Eine weitere Türe führt zum gemauerten und zum Glück schon voll funktionstüchtigen Badezimmer. Auch wenn der Beehive hauptsächlich aus Gras besteht, ist es ruhig und warm im Innern. Und ganz wichtig für uns: es zieht kein Wind hindurch!

unser Beehive in Swasiland
unser Beehive in Swasiland

So kann sich Lars erst einmal hinlegen und von seiner Swasiland-Wasserdiät erholen. Ich indes lass ihm seine Ruhe und spaziere mit der Kamera durch die Gegend. Hier ist es kinderleicht, Vlakvarks, also Warzenschweine zu fotografieren.

Da wir Wochenende haben, kommen auch einige Südafrikaner hierher. Sie nutzen die Picknickstellen, wo sie schon einmal ihr Braai vorbereiten. Zu meiner Verwunderung lockt dies mehrere Njalas an, die mit Freuden am Eis einer Frau schlotzen.

Gras in Swasiland

Währenddessen beginnen die Webervögel am Krokodilfluss mit dem Nestbau. Es ist schon beeindruckend, wie sie es schaffen, mit ihren Schnäbeln Knoten zu binden. So vergeht mein letzter Nachmittag im Mlilwane Wildlife Sanctuary. Als ich zum Beehive zurückkomme, fühlt sich Lars wieder etwas fitter. So verbringen wir den letzten Abend in trauter Zweisamkeit vor unserer Grashütte. Fern vom Restaurant und dem Ewigen Feuer ist es hier deutlich ruhiger und idyllischer.

Auch schauen mehrmals Impalas vorbei. Schließlich bricht eine herrlich stille Nacht über uns herein und können wir seelenruhig schlafen. Bis, ja bis das erste Licht einen neuen Tag ankündigt und auch hier die Hagedasch Ibisse mit ihrem aufdringlichen Gerufe über uns hinwegfliegen. Nur alles viel, viel leiser. So bekommen wir in dieser schönen Behausung auch in Swasiland zumindest einen erholsamen Schlaf.

Vlakvarks - Warzenschweine im Mlilwane Wildlife Sanctuary
Südafrikaner füttern Njalas
VG Wort
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