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Häufige Fragen und Reisetipps zu unserer Rundreise durch Südafrika

Reisetipps für das südliche Afrika

Zu welcher Jahreszeit waren wir in Südafrika?

Wir waren vom 10. August bis Anfang September in Südafrika, also im Winter. Das ist die Trockenzeit, in der die Temperaturen erträglicher sind als im südafrikanischen Sommer. Für die Abende und insbesondere die Hochlagen - weite Flächen befinden sich oberhalb 1000 m - sollte man zumindest leichte und windabweidende Jacken dabei haben. Wir empfehlen: Zwiebellook, Schal und zumindest ein leichtes Paar Handschuhe.

Wie sieht es mit dem Geld und Geldautomaten aus?

Der südafrikanische Rand ist gängiges und einigermaßen stabiles Zahlungsmittel. Dollars oder Euros braucht man keine. Geld holt man am besten am Geldautomaten am Flughafen oder in einer der größeren Städte. Zu den häufigen Shopping Centers gehören Geldautomaten zum Standard. Zum Teil gibt es auch in den größeren staatlichen Camps Geldautomaten.

Für entlegenere Regionen sowie auch das Swasiland sollte man sich darauf einstellen, dass Geldautomaten eher Mangelware sind. Auch werden Kreditkarten nicht an jeder Tankstelle bzw. jedem Restaurant akzeptiert, das ist allerdings eher die Ausnahme. So hatten wir während der gesamten Zeit nie Probleme mit dem Bezahlen. Zuletzt: korrupte Polizisten freuen sich über Bargeld.

Sind spezielle Impfungen nötig, wie sieht es mit Malaria aus?

Bei Anreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wer aus einem Gelbfieberendemiegebiet anreist, muss jedoch einen Impfnachweis gegen Gelbfieber erbringen. Das gilt auch dann, wenn man sich bei einem Zwischenstopp in Addis Abeba oder Nairobi länger als 12 Stunden aufhält. Bei Flugverspätungen kann dies durchaus schneller der Fall sein als man meinen mag, weshalb auch bei kürzeren Zwischenstopps die Impfung Sinn machen kann. Zumal es bei der Ankunft in Südafrika unter Umständen problematisch werden kann, eine Dauer von weniger als 12 Stunden nachzuweisen.

Das auswärtige Amt empfiehlt zudem die auch bei uns gängigen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten sowie die Dreifachimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln. Außerdem sind Impfungen gegen Hepatitis a und b sowie, bei längeren Aufenthalten oder Campen auch gegen Pneumokokken (u.a. Gefahr der Lungenentzündung) und Tollwut sinnvoll. Wir selbst haben auf die letzten beiden verzichtet, gegen alles andere sind wir auch wegen unserer Reisen in asiatische und karibische Länder ohnehin geschützt.

Ab Oktober bis in den Mai hinein wird das Risiko einer Malaria-Erkrankung im Osten von Südafrika als hoch eingestuft. Dies gilt insbesondere für die Mpumalanga-und die Limpopo-Provinz sowie dem Nordosten von KwaZulu-Natalmit. In der Trockenzeit von Juni bis Ende September ist das Risiko mittel und damit immer noch gegeben. Als Schutz vor den nachtaktiven Anopheles-Mücken helfen natürlich eine ganze Reihe Chemiekeulen, aber auch, abends und früh morgens, stichfeste, möglichst helle Funktionskleidung und Moskitonetze. Wer jede Menge Reis isst, lockt die Viecher hingegen zusätzlich an, da wir bei der Verdauung von Reis mehr Kohlendioxid ausatmen. Seit Dezember 2017 kommt es außerdem vermehrt zu Listeriose-Erkrankungen, was für Schwangere, Kleinkinder, ältere Menschen sowie jedem mit geschwächten Immunsystem gefährlich werden kann. Weitere Informationen zu medizinischen Hinweisen gibt das Auswärtige Amt.

Wie kommt man mit Deutsch und Englisch zurecht?

Deutsch ist in Südafrika eher die Ausnahme, einzelne Begriffe aber werden von den Buuren oft verstanden. Englisch hingegen spricht fast jeder Südafrikaner, sodass man sich damit bestens verständigen kann. So nutzen auch Südafrikaner, die sonst Zulu oder Xhosa sprechen, Englisch, um sich untereinander zu verständigen.

Afrikaans wird auch als Kapholländisch bezeichnet und ist die Sprache der Buren. Rund sechs Millionen Südafrikaner sprechen diese Sprache. Viele Begriffe sind auch dem Deutschen sehr ähnlich. Insbesondere bei geschriebenem Afrikaans ist es gut möglich, den Sinn zu erfassen. Wer etwas Plattdeutsch kann, hat es noch leichter.

Strom/Spannung und Steckdosen?

Steckdosen gibt es in allen Hotels, die Steckdosen entsprechen den Typen D, M und N. Einen entsprechenden Adapter hatten wir dabei, aber kaum gebraucht. Zum einen, weil unser einfacher Stecker C auch in die Dose N passt. Zum anderen, weil in Südafrika auch zahlreiche Elektrogeräte verkauft werden, die mit unserem C-Stecker ausgestattet sind. In einigen Unterkünften waren Adapter bereits in den Zimmer- oder Mehrfachsteckern eingesteckt.  Zur Not gibt es diese auch an den meisten Rezeptionen der Hotels und Lodges.

Da es in den Nationalparks und insbesondere in den einfachen staatlichen Camps gerne mal zu Stromausfällen kommen kann, sollten ausreichend Akkus mitgenommen und auch stets voll geladen werden. Im Zweifelsfall ist es einfach entspannter.
Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei einer Frequenz von 50 Hertz. Die Netzspannung ist also identisch mit der in Deutschland. Ladegeräte (zum Beispiel für Handys, Tablets oder Notebooks) haben oft das Etikett »INPUT: 100-240V, 50/60 Hz«. Diese Geräte sind für alle Länder der Welt geeignet.

Wie ist das Essen?

Generell ist die südafrikanische Küche eher fleischlastig. Sehr beliebt ist Fleisch als Biltong. Dabei handelt es sich meist um Rindfleisch, das mit Salz, Zucker, Gewürzen und Essig eingerieben und getrocknet und lange Zeit haltbar gemacht wird. Heute wird Biltong oft als Snack gereicht.
Vegetarische Gerichte sind zwar auch zu bekommen, aber selten, weshalb man hier keine allzu große Erwartungen haben sollte. Während unserer Reise haben wir durch das Essen keinerlei Probleme gehabt. Wohl aber durch das Wasser im Swasiland, was u.a. mit Fieber einherging.

Eine Besonderheit ist Braai. Die in Südafrika und auch Namibia verbreitete Form des Grillens wird auch als gesellschaftliches Ereignis gefeiert. Für ein Original-Braai-Feuer wird Holz vom Kameldornbaum verwendet, da es länger anhält als zum Beispiel Holzkohle und man so länger Zeit hat für einen gemütlichen Abend. Es ist außerdem üblich, dass das Grillgut in einem doppelwandigen Rost eingeklemmt wird. Wer vor Ort erklärt bekommt, dass ein Braai so etwa wie ein Barbecue sei, sollte sich darüber empören. Den Gastgeber wird es freuen.

Was würden wir nächstes Mal anders machen?

Da fällt uns nicht allzu viel zu ein. Es war richtig, sich auf einen Teil Südafrikas zu beschränken anstatt zu versuchen, das ganze Land in nur einer Reise zu erfassen. Allerdings würden wir das nächste Mal einen deutlich kleineren Mietwagen nehmen. Das auch, weil die Vorteile, die wir uns von der größeren Wagenklasse (nicht einsehbarer Kofferraum, großer Tank) als nicht gegeben herausgestellt hatten.

Auf einen Abend Gamedrive in einem der staatlichen Camps würden wir verzichten, da wir dieselbe Strecke am nächsten Morgen auch mit dem eigenen Wagen fahren konnten - wie viele andere auch. Zuletzt würden wir versuchen, mehr Tage in den Drakensbergen zu verbringen. Die Bergwelt ist einfach zu gigantisch, um mit nur einer Tagestour erkundet zu werden.

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