Anzeige

Aussichtspunkt N'wamanzi

hoch über dem Olifants Fluss im Krüger Nationalpark

Zurück in der Masorini Bush Lodge verbringen wir einen weiteren gemütlichen Abend mit dem Stachelschwein und einigen Vlakvarks. Wir freuen uns auf unser Abendessen in der offenen Terrassenküche. Zunächst aber erleben wir eine Überraschung. Während im und um den Krüger-Park meist die Affen für unvorhergesehene Situationen verantwortlich sind, ist es bei uns ein Haushaltsgerät. Der Kühlschrank, in dem unsere Einkäufe vom Vortag lagern, ist so kalt eingestellt, dass nunmehr alles gefroren ist.

Na ja, wenigstens die Cola ist noch flüssig. Zumindest solange, bis ich sie bewege, sich die Druckverhältnisse in der Flasche ändern und weiß der Kuckuck, was sonst alles innert weniger Sekunden abläuft. Kurzum, im nächsten Moment halte ich einen Klumpen Eis in der Hand. Aber wer braucht schon Cola? Wir haben ja noch Rotwein in der Hütte. Und den Rest vom Abendessen stellen wir einfach in die Mikrowelle. Was soll's? Der badische Kartoffelsalat wird zu Hause ja auch warm serviert.

Anne und Lars beim Aussichtspunkt N'wamanzi

Nachts werden wir von Hyänen geweckt, die nahe im Busch lachen und heulen. Das ist aber auch das einzige, was die Stille unterbricht. Für Lars braucht es ohnehin größere Geschütze, um ihn richtig wach zu bekommen. »Ja, wenn Engel schlafen ...«, wie er bemerkt. So erscheinen wir am frühen Morgen fit und ausgeruht beim Frühstück. Vor uns steht die längste der Fahrten durch den Krüger Nationalpark.

Trotzdem gehen wir es langsam an und genießen das Frühstück. Dann aber heißt es Aufbruch und sind wir wieder unterwegs in Richtung Letaba. Nach der Einfahrt beim Phalaborwa Gate halten wir nochmals bei den grunzenden Flusspferden am Nhlanganinidam, fahren dann aber sogleich weiter in Richtung Süden.

Gnu im Krüger Nationalpark
Kudu im Krüger Nationalpark

Erster Ausstiegshalt des Tages ist beim N'wamanzi Viewpoint nahe dem Olifants Camp. Von hier eröffnet sich uns ein schöner Blick auf die Inseln im Olifants Fluss. Flusspferde traben aus dem Wasser, knabbern am Gras oder liegen faul im Sand. Was für ein Idyll?

Wenn nur nicht die schwarze Mutter neben uns ihr eigentlich recht braves Kind lautstark zurechtweisen würde. Damit ruft sie eine weitere Besucherin auf den Plan, welche wiederum ihr zu verstehen gibt, was das Wort »Silence« auf dem Hinweisschild bedeutet. Einen Moment später ist es wirklich idyllisch.

Schlange im Krüger Nationalpark
Blick über den Olifants Fluss im Krüger Nationalpark

Sechs Kilometer weiter überqueren wir eine lange Brücke über dem Olifants Fluss. Wir dürfen aussteigen. Auch hier erwarten wir Wasserböcke und Flusspferde auf den umliegenden Flussinseln. Stattdessen zeigt uns ein Paar aus Österreich eine große Schlange, die es sich auf dem Geschwemmsel an einem der Brückenpfeiler gemütlich gemacht hat. Na, wer sagt es denn? Im Krüger Nationalpark vergeht kein Tag ohne Abwechslung.

Impala im Krüger Nationalpark

Olifants Fluss und N'wamanzi | Kruger Nationalpark

Aufnahme von Flusspferden im Olifants Fluss. Blick vom Aussichtspunkt N'wamanzi über den Fluss und die Landschaft
VG Wort
Anzeige