Anzeige

Fahrradsafari

im Game Reserve Shona Langa

Im Bushveld herrscht nachts eine herrliche Ruhe. So schlafen wir schnell ein, sind am nächsten Morgen früh wach und gut ausgeruht. Da wir trotz der frühen Stunde schon Stimmen hören, machen wir uns geschwind zurecht und wechseln ins Haupthaus. Dort sitzt bereits die ganze Familie im Schlafanzug auf der Couch und trinkt den Morgenkaffee.

Sie haben auf uns gewartet, wollten uns nach der Anreise und dem ersten langen Tag aber ausschlafen lassen. Da frühmorgens die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist, verzichten wir vorerst aufs Frühstück. Später wird es einen Brunch geben. Doch jetzt gilt es, als früher Vogel den Wurm zu fangen. Mit anderen Worten: Schon bald nach dem Morgenkaffee brechen wir auf geht es raus in die Natur.

Zebras im Reserve Shona Langa
Zebras im Reserve Shona Langa

In der Garage stehen einige Fahrräder. Wir können uns zwei aussuchen und diesmal auf eigene Faust eine Fahrradsafari starten. Diesmal nehme ich die Karte vom Reserve mit und schon kann es los gehen.

Tatsächlich sind wir kaum unterwegs, als wir in der Ferne auch schon eine Herde Zebras erkennen. Ja, heute Morgen haben wir offenbar mehr Glück mit den Tieren als gestern Abend.

wacklige Brücken zu den Vogelbeobachtungsstationen
Flugzeugpiste beim Shona Langa
Südafrikaner nehmen lieber das Auto

Wir radeln nochmals an den See und hoffen, die Löffler in der Morgensonne besser sehen zu können. Leider haben die meisten ihr Nachtlager längst verlassen. Wir wagen uns trotzdem über zwei wacklige Brücken zu den Vogelbeobachtungsstationen. Den gebrochenen Stützbalken unter dem Gebälk der ersten Brücke versuchen wir zu ignorieren, gehen aber vorsichtshalber nur einzeln darüber hinweg.

Von den Schutzhütten aus sehen wir wieder Weißbrustkormorane, Löffler und weiße Reiher. Wir genießen eine Weile die Aussicht, die Ruhe und unsere Mandarinen. Es ist immer ganz wichtig für Südafrikaner, dass sie immer etwas zum Essen mitnehmen, egal wohin. Und als perfekte Gastgeber haben sie natürlich auch uns vor der Tour mit Obst versorgt.

Vogelbeobachtung beim beim Shona Langa
Lars beim See vom Reserve Shona Langa

Auf dem weiteren Weg entdecken wir Impalas, Wasserböcke und eine Gruppe Störche. Schließlich begegnen wir auch unserer südafrikanischen Familie, welche lieber mit dem Auto über die Staubpisten kurvt.

Heute fällt uns die Orientierung im Reserve einiges leichter. Nur mit einer Lande- bzw. Startbahn für kleine Flugzeuge hatten wir weniger gerechnet. Doch selbst diesen kleinen Luxus gönnt man sich im Bushveld. Dann wird es auch schon Zeit, zum Haus zurückzukehren.

Blumen in Südafrika
Dornengestrüpp in Südafrika

Die anderen treffen kurz nach uns ein und legen gleich los, alles für den Brunch zuzubereiten und zu kochen. Südafrikaner frühstücken ähnlich, wie wir zu Mittag essen. Das Gleiche gilt für einen Brunch. Wie schon am Abend wird wieder unglaublich viel zum Essen aufgetischt.

Hungern muss hier niemand. Bevor es ans Schlemmen geht, ist jedoch ein gemeinsames kurzes Gebet angesagt, welches Bernard für alle spricht. Für uns ist das ungewöhnlich. Die warmen Worte geben uns aber ein schönes Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Blüten am Baum in Südafrika
auf Safari in Südafrika

Nach dem Brunch sitzen wir auf der Terrasse. Während Bernard begeistert unseren mitgebrachten Bildband vom Schwarzwald durchblättert, löchern uns die anderen mit Fragen über Europa, Deutschland und wie wir leben.

Erling hat einen Zeitungsbericht über einen Mann ausgeschnitten, welcher täglich durch die Isar zur Arbeit schwimmt. Ob wir ihn kennen? Nein, woher auch? Wir wundern uns nur darüber, was für Themen für südafrikanische Zeitungen interessant sind.

Allmählich wird es Zeit für Siesta. Denn die Südafrikaner halten Mittagsschlaf oder zumindest eine Mittagsruhe. Es ist die bereits zweite ungewohnte Situation für uns innert weniger Stunden. Auf uns allein gestellt, sind wir ständig unterwegs und finden von früh bis spät kaum Ruhe. Wir müssen uns dringend umstellen …

VG Wort
Anzeige