Anzeige

Anreise nach Südafrika

und Ankunft beim Flughafen O. R. Tambo

Zebras im Krüger Nationalpark

Kurz nach neun Uhr landen wir pünktlich am Flughafen O. R. Tambo bei Johannesburg. Nun hoffen wir auf eine zügige Einreise. Augenblicke später lehrt uns die Ausländerschlange bei der Passabfertigung jedoch Besseres. An eine baldige Einreise ist hier nicht zu denken. Gelangweilt sitzt manch ein Zollbeamter in seinem Schalter. Eigentlich könnten sie auf sich aufmerksam machen, wenn der nächste an der Reihe ist.

Aber warum sollten sie, wenn auch die einreisenden Schwarzen vor sich hin träumen, anstatt sich zu den Zöllnern zu begeben? Zum Glück ergreift bald eine ungeduldige Europäerin (nicht ich!) die Initiative und verteilt die Wartenden auf die einzelnen Schalter. Damit läuft es schon schneller. Währenddessen drehen bereits unsere Koffer ihre Runden auf dem Ausgabeband.

Grünmeerkatze im Krüger Nationalpark
Giraffe im Krüger Nationalpark

Nach einer kleinen Ewigkeit sollen wir am Ausgang unseren Heureka-Moment erleben, wenn wir Bernard wiedersehen, besser: wieder erkennen. Beschrieben hat er sich als attraktiven, bärtigen Mann mit Glatze und intelligentem Gesichtsausdruck. Lars hingegen hat uns als die einzigen beiden Deutschen aus einem Schweizer Flieger beschrieben, die einen bärtigen Mann mit intelligentem Gesichtsausdruck suchen. Prima, damit bleibt mir die Hoffnung, dass ein Witzbold den anderen erkennt.

Ich habe Glück. Kaum betreten wir die Ankunftshalle und sehen uns einer Vielzahl von Gesichtern gegenüber, als uns Bernard auch schon winkend entgegeneilt und mich fröhlich umarmt. Plumps macht es, als mir der wochenlang gezüchtete Stein der Ungewissheit vom Herzen fällt. Das war also der nette Mann vom Canal du Midi, klar. Sarie, seine Nachbarin, ist auch dabei. Sie wird uns die nächsten beiden Tage begleiten.

Game Drive in Pilanesberg
Elefanten im Krüger Nationalpark

Jetzt kann es richtig los gehen. Wir wollen nur noch geschwind an einen Geldautomaten. Doch Bernard meint, da wo wir hinfahren, brauchen wir kein Geld. Für eine unerwartete Verzögerung sorgt stattdessen der Ticketautomat vom Parkhaus. Leider akzeptiert er weder Geldscheine noch Kreditkarten. Dann aber kann es los gehen in Richtung Bushveld. Der Weg dorthin führt uns zunächst nach Pretoria. Denn in unserer kleinen Gruppe fehlt noch Sonja, Bernards Frau.

Sie war die letzten fünf Tage mit ihrer Mutter im Krüger Nationalpark und wartet nun auf uns. So lernen wir eine erste typische Wohnanlage von Pretoria kennen, wo wir mit Tee und belegten Brötchen empfangen werden. Wir sitzen im Garten der Oma und fühlen uns bei eigentlich fremden Leuten so wohl, als wären wir zu Hause. Der Gedanke, wir könnten als Löwenfutter enden, ist längst obsolet. Es scheint eher, als erwarteten sie ein europäisches Paar mit einem Löwenappetit.

Gnus in Pilanesberg
VG Wort
Anzeige