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Besuch bei den Wolkenmädchen von Sigiriya

Auf halber Höhe gelangen wir über eine Wendeltreppe (Metallgitter) zu den Wolkenmädchen. Einst sollen hier 500 Felsmalereien aus dem 5. Jahrhundert die Besucher verzaubert haben. Heute sind noch 18 Stück dieser barbusigen Schönheiten erhalten.

Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass mit ihnen irgendetwas nicht stimmt. Denn mal haben sie vier Brustwarzen, mal drei Hände oder auch nur einen Finger zu viel.

Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya
Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya

Das liegt daran, dass sich im Laufe der Jahrhunderte mehrere Künstler daran versucht haben, die Wolkenmädchen zu restaurieren. Und dabei haben sie ihren eigenen Geschmack mit einfließen lassen. Dabei aber Farbe mit schlechterer Qualität verwendet,

sodass die alten Farben inzwischen wieder durchscheinen. Dadurch wissen wir heute, dass sich das Schönheitsideal von einem leicht hängenden Busen zu König Kasyapas Zeiten zu einen eher üppigen Busen gewandelt hat.

Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya
Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya
Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya

Nachdem wir hier bei unserem Besuch halbwegs durchgedrängt worden sind, können wir uns die Malereien diesmal in aller Ruhe anschauen. Mehr noch: weil wir die einzigen Besucher sind, räumt einer der beiden Aufpasser die kleine Absperrung im hinteren Bereich beiseite und gibt den Weg auf ein paar Bretter frei (die sicherlich viel besser gesichert sind als es scheint).

Durch eine vorgehängte Schutzplane ist es hier zwar recht dunkel, zum Fotografieren öffnet der Angestellte die Plane aber immer für einen kurzen Moment, sodass ich bei jeder der Schönheiten genug Licht für die Aufnahme habe. Trinkgeld haben dann natürlich beide bekommen.

Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya
Wolkenmädchen am Löwenfelsen Sigirya
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