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Löwenterrasse des Sigiriya

Über die rund 150 Meter lange Spiegelgalerie geht es zur Löwenterrasse. Früher muss der Gang zauberhaft gewesen sein. Denn etliche, auf dem Fels geschaffene Wolkenmädchen spiegelten sich in der aus Eiweiß und Honig geschaffenen Wand. Ein Effekt, der sich nur noch erahnen lässt. Denn zum einen fehlen die Kunstwerke auf der rechten Seite,

zum anderen ist die Oberfläche der Spiegelwand zur Linken verblasst und zerkratzt. Aber so etwas (also das zweite) lässt sich leider selbst mit den angedrohten hohen Strafen kaum verhindern, solange es noch Leute gibt, die einen Heidenspaß haben, ihren Namen irgendwo hinein zu kritzeln.

einst spiegelten sich die Wolkenmädchen in der Wand
Kletterpartie gefälligst?
Blick auf einen der Vorposten

Ein Blick nach oben zeigt, dass der Löwenfelsen nach 1500 Jahren eine gründliche Wandsanierung nötig hat. So entdecken wir drei Eisenleitern, die irgendwie schräg am Fels angebracht sind. Die Arbeiter haben zwar Haken und kurze Seile dabei.

Mit denen sichern sie sich jedoch erst oben auf der gleichermaßen abschüssigen wie überhängenden Arbeitsplattform ab. Wenn ich denke, dass es mir bereits auf Gittertreppen mulmig wird...

auf der Löwenterrasse
Blick in den umliegenden Dschungel
fast 200 Meter über dem Garten

Nach der Spiegelwand führt eine weitere Treppe hinauf aufs mittlere Plateau, die Löwenterrasse. Die Getränkebuden und Souvenirstände sind verschwunden, es lohnt sich einfach nicht. Da nichts mehr abfällt, haben sich selbst die Hutaffen zurückgezogen. Dafür fällt uns diesmal ein Käfig auf, der für Menschen gedacht ist.

Denn am Felsen leben einige Bienenvölker, die zuweilen recht wild werden können, wenn man sie zu arg stört. Ein Ereignis, dass es im Sommer 2004 Jahren sogar schon mal in die internationalen Nachrichten geschafft hat. Ein wenig Gerümpel im Innern des engmaschigen Schutzkäfigs verrät jedoch, dass es auch um die Bienen ruhiger geworden ist.

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