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Ruinenstadt Polonnaruwa

die Vatadage (Rundbau)

Nach der brenzligen Erfahrung unserer ersten Sri Lanka-Reise nehmen wir dieses Mal Socken mit zu den Tempeln. Schließlich sind diese buddhistisch, was bedeutet: Schuhe aus! Erst später merken wir, dass wir sie nicht wirklich gebraucht hätten, da sich der Boden dank ein paar Wolken nur wenig erhitzt hat.
Mit am besten erhalten ist die Vatadage, ein Rundtempel, der im Jahr 1196 fertig gestellt und in ihrem Innern zeitweise eine Reliquie Buddhas beherbergte. Bemerkenswert sind die Mondsteine an den Aufgängen, zwei sehr gut erhaltene Wächterfiguren und vier Buddhas vor einer Dagoba auf der oberen Plattform.

Vatadage - einer der zwei besterhaltenen Wächertersteine
Mondstein der Vatadage
Vatadage, hier wurde eine der drei Buddha-Reliquien aufbewahrt.

Gegenüber der Vatadage befinden sich die Reste der Atadage sowie die ebenfalls gut erhaltene Hatadage. Auch wenn diese drei Gebäude namentlich kaum auseinander zu halten sind, vom Aussehen zumindest sind sie leicht zu unterscheiden.

So sind von der einst zweistöckigen Atadage, dem »Haus der acht Reliquien«, lediglich ein paar Säulen sowie ein stehender Buddha übrig, der den Besuchern entgegen schaut. Vor dem Bau der Hatadage war die Atadage der Aufbewahrungsort der Zahnreliquie.

Säulen bei der Atadage
Hatadage, zu ehren der verbündeten Khmer-Soldaten
die Atadage, das älteste der Bauten

Die Hatadage, das »Haus der 60 Reliquien«, ähnelt mit seiner stufenförmigen Bauweise schließlich den alten Tempeln bei Angkor Wat. Nicht ohne Grund, da die Singhalesen den Tempel zu ehren der verbündeten, kambodschanischen Soldaten errichteten.

Wenige Meter weiter kommen wir schließlich zum Gal Pota, ein 25 Tonnen schweres Buch aus Granit mit buddhistischen Lehren und dem Bericht, wie die Königstadt von Anuradhapura nach Polonnaruwa verlegt wurde.

Gal Pota, das steinerne Buch
Rankoth (Ruvanveli) Vihara, die größte Dagoba in Polonnaruwa

Auf der Weiterfahrt (die Anlage erstreckt sich über zwei Kilometer) nach Gal Vihara stoppen wir kurz bei der Rankoth Vihara (eine Dagoba), bevor wir zu den Resten der buddhistischen Mönchsschule kommen und es Marlis endlich dämmert, dass »monks« keine Affen sind.

VG Wort