Königsstadt Polonnaruwa

Mit Stopp beim Stausee Parakrama Samudra

Auf der Weiterfahrt nach Polonnaruwa beginnt es zu Gewittern. Zum Glück ist der Schauer lokal begrenzt, sodass in der Gegend von Giritale schon wieder die Sonne scheint. Apropos: bereits bei unserer ersten Sri Lanka Rundfahrt bekamen wir hier wild lebende Elefanten zu sehen. So soll es auch beim zweiten Mal sein,

hat sich wohl ein Bulle gedacht, der am Straßenrand grast. Denn auf einmal steigt Biankara auf die Bremse, legt den Rückwärtsgang ein und fährt ein paar Meter zurück. Erst als ein Lkw an uns vorbeifährt, folgt er ihm schnell an dem Elefanten vorbei. Sicher ist sicher.

wilder Elefant in der Gegend von Giritale
antiker Stausee Parakrama Samudra

Am späten Nachmittag kommen wir schließlich in Polonnaruwa an. Hier fahren wir zuerst an den antiken Stausee Parakrama Samudra. Als ich ein paar Bilder mache, beginnen zwei Soldaten heftig zu winken.

Fotografieren sei zwar erlaubt, aber ich solle nicht die kleine Schleuse zum Kanal aufnehmen, wegen der Rebellen.

Langur
König Parakramabahu I.
Treppe zum königlichen Bad

Auf dem Weg zu den Tempeln kommen wir am Standbild von König Parakramabahu I. vorbei. Ihm hat die zweite Hauptstadt Sri Lankas ihren Ruhm zu verdanken. So ließ er während seiner Amtszeit (1153 - 1186) die meisten heute noch existierenden Tempel,

Buddhafiguren und Stauseen in und um Polonnaruwa errichten. Zugleich sah er sich als einfachen Mann, weshalb er ein Joch, wie es die Wasserbüffel tragen, in seinen Händen hält.

Reste des großen Palastes von Polunnaruwa
Reste eines Palastes von Polonnaruwa

Aus seiner Zeit stammen auch die Reste des damals siebenstöckigen Palastes. Bis auf die Mauern und Treppen der beiden unteren Etagen ließ er den Rest leider aus Holz erbauen. So hatten es Tamilen im 13. Jahrhundert relativ leicht, das Bauwerk in Schutt und Asche zu legen.

Tatsächlich war die Bedrohung durch die Tamilen bereits damals so groß, dass die Singhalesen ihre zweite Königsstadt schon Anfang des 13. Jahrhunderts ihren Feinden und dem Dschungel überließen.

Begleitschutz durch Souvenirhändler
bei der Kopfabpalme

Am Tage ist Polonnaruwa sicher. Durch die schwelenden Unruhen an der Ostküste und durch die gelegentlichen Anschläge in Colombo und anderen großen Städten kommen hier jedoch nur noch wenige Touristen her.

Für die Händler bedeutet dies magere bis gar keine Geschäfte. Genauso schlecht ergeht es den Ständen am Rand der Parkplätze. Sie sind bereit für einen Massentourismus, den es zurzeit aber nicht gibt.

VG Wort