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Wanderung zum Little Adams Peak

Blick zum Berg Ella
touristischer Teepflücker
Blick zum Berg Ella

»Was? Da soll ich hoch? Ihr spinnt doch!« Auch wenn es mein Vater erst nicht glauben will, führt unser morgendlicher Bergspaziergang doch auf den »Kleinen Adams Peak«. Bevor es zum Gipfel hoch geht, steigt der Weg jedoch zunächst ganz allmählich an.

Zu Beginn kommen wir an einem kleinen Dorf vorbei, dessen Häuser alle unter einer riesigen Ansammlung von Wellblechen stehen. Kinder tollen herum und versuchen, bei uns ein paar Süßigkeiten zu ergattern. Stattdessen verteilen wir ein paar Kugelschreiber.

hier sehen Sie Tee
noch ein Blick zum Berg Ella

Beiderseits des Wegs sind die Hänge mit Teebüschen bepflanzt. Ernten tut heute, am Samstag, aber leider keiner. Dafür ist ein Ehepaar damit beschäftigt, einen kleinen Baum in der Plantage zu roden (was heißt: er rodet, sie steht daneben), während die Kinder weiter oben nach Brennholz suchen.

»Die Nächte sind hier oben kalt«, erklärt unser Begleiter. Wie wahr. Ebenfalls entlang des Wegs haben die Dorfbewohner einige Kokospalmen gepflanzt. Damit diese nicht gleich von den Wildschweinen gefressen werden, haben sie Kokosschalen rings um die jungen Setzlinge verteilt.

Hänge mit Gemüseanbau
Gemüseterrassen am Hang
auffi geht´s

In einer Wegbiegung haben wir freien Blick auf Gemüsefelder, die als Terrassen am Nachbarhang angelegt wurden. Daneben befindet sich die Newburgh Tea Factory, zu der eine Abzweigung weiter unten führt.

Wir aber wollen auf den Gipfel, der jetzt schon gar nicht mehr so unerreichbar erscheint, und Tee gab es ja schon zum Frühstück. Also weiter, auch wenn die letzten paar hundert Meter nach der Biegung deutlich steiler sind.

Blick durch Ella Gap.
auf dem Little Adams Peak

Eine Dreiviertelstunde nach Start sind wir oben. Der Gipfel des Kleinen Adams Peak ist eigentlich eine kleine Spitze eines längeren Grats. Dafür aber eröffnet sich uns ein herrlicher Blick über die Schlucht von Ella und die umliegenden Berge. In der Ferne beobachten wir drei Busse,

die sich die enge Passstraße hochquälen, während über uns zwei Adler ihre Kreise am Himmel ziehen. Es ist windig, aber nicht mehr kalt und so genießen wir ein paar Momente die Ruhe und Aussicht, bevor es zurück zum Bus geht. Zum Schluss geben auch meine Eltern zu: anstrengend ist anders.

Gipfelfähnchen
auf dem Gipfel
auch hier kann es recht kühl werden
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