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Aufstieg auf den Gipfel des Adam Peaks

Eine gute Stunde vor Sonnenaufgang nehmen wir die letzten paar Treppen zum Adams Peak in Angriff. Die Lampen brennen zum Glück wieder. Wohl aber pfeift uns der Wind ganz gut um die Ohren und ich bin froh, als uns eine Biegung vom einem Abgrund weg zu einem geschützteren Bereich führt.

Um 5.20 Uhr erreichen wir den Gipfel. Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, bringt uns unser Begleiter in einen zumindest windgeschützten Raum. Schließlich dauert es immer noch eine gute halbe Stunde, bis die Sonne aufgeht. Mit anderen Worten: wir hätten eigentlich auch erst um drei Uhr loslaufen können, ohne hetzen zu müssen.

warten auf den Sonnenaufgang
es dämmert

Bereits vor uns haben einige Einheimische sowie eine größere französische Reisegruppe Schutz in dem kargen Raum gesucht. Während sich die Europäer in Jacken hüllen, nutzen die Singhalesen Decken, Handtücher und selbst Folie, um sich die Kälte vom Leib zu halten.

Auch uns kriecht die klamme Luft langsam in die Glieder. Gleichzeitig aber wollen wir nicht in hinterster Reihe stehen, wenn es denn endlich soweit ist und sind also schon bald wieder im Freien.

Tempelbild auf dem Gipfel des Sri Pada (Adams Peak)
wer oben angekommen ist, darf einmal läuten
Aufgang zum Fußabdruck Buddhas

Der Nachteil am Adams Peak ist, dass er ein Tempel ist, was heißt: Schuhe aus! Denn leider macht der Buddhismus selbst bei eisigen Temperaturen keine Ausnahme. Zwar schätze ich, dass es da oben sicher 13/14 Grad hat.

Der Wind und die Tatsache, dass man leicht verschwitzt ankommt und der Körper die tropische Wärme Sri Lankas gewohnt ist, machen den Gipfel jedoch zu einem frostigen Erlebnis. Daher können wir eine gute Windjacke und dicke Socken wärmsten empfehlen.

Stelldichein beim Fußabdruck Buddhas
natürlich bimmeln auch wir

Nachdem sich das Gerangel um die vermeintlich besten Plätze gelegt hat, verdeckt eine Wolke die aufgehende Sonne. Ein Bild des legendären Schattenkegels fällt damit leider aus. Wohl aber ist die Stimmung beim Tempel eine ganz eigene. Denn wie bei den Buddhisten und Hindus gilt der Berg auch bei den Moslems und uns Christen als heilig. Je nach Glaubensrichtung soll hier Buddha, Mohammed und Adam einen Fußabdruck auf dem Gipfel hinterlassen haben.

Bei soviel Heiligkeit ist das Fotografieren rund um den Fußabdruck natürlich verboten. Der Abdruck selber ist unter mehreren Tüchern verborgen, um ihn vor Kritzeleien zu schützen. Wohl aber dürfen wir die Glocke anschlagen, was soviel heißt wie: wir haben es geschafft!

VG Wort