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Zahntempel von Kandy

Programmgemäß fahren wir zum Zahntempel, dem früheren Königspalast von Kandy. Seit einem Anschlag durch tamilische Rebellen werden hier verschärfte Sicherheitskontrollen durchgeführt.

Daher gibt es vor dem eigentlichen Weg zum Tempel eine Sicherheitsschleuse, in der Frauen und Männer getrennt kontrolliert werden. Vielleicht, denn von uns scheint so wenig Gefahr auszugehen, dass wir durchgewinkt werden.

Kandy - Zahntempel
Kandy - Annette auf dem Weg zum Zahntempel
Kandy - Zahntempel
Kandy - Zahntempel

Auf der anderen Seite der Schleuse führt ein Weg zum eigentlichen Eingang des Zahntempels. Direkt vor dem Palast gibt es übrigens noch einen unbewachten Querweg, welcher ebenfalls zum Eingang führt. Natürlich gibt es auch hier geschäftstüchtige Singhalesen, die den gläubigen Buddhisten Opferblumen und den Touristen Elefantenreiten anbieten. Früher noch, so verrät man uns, wurden die Blüten umsonst an die Gläubigen verteilt. Aber damit konnte offenbar auch niemand seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Kandy - Zahntempel

Der Zahntempel gilt als buddhistischer Mittelpunkt Sri Lankas. Hier wird in einem mehrfach verschlossenen Schrein angeblich ein heiliger Zahn des Religionsbegründers aufbewahrt. Weil die Stätte dadurch hochheiliger Boden ist, muss man seine Schuhe am Eingang zur Aufbewahrung abgeben. Natürlich könnte man sie auch einfach stehen lassen, der Geschäftssinn der Schuhverwalter aber kann leicht dazu führen, dass die guten Schuhe später nicht mehr zu finden sind.

Im Juli/August wird eine Nachbildung des Zahns in einer Prozession, der Esala Perahera, durch die Straßen von Kandy getragen, ansonsten aber sind weder das Original im dem goldenen Schrein noch die Kopie zu sehen.

Kandy - Zahntempel - Buddhisten vor dem heiligen Schrein

Vor dem Schrein häufen sich die Opferblumen auf mehreren Tischen. Die Luft ist drückend, aber das ist erst zu merken, nachdem man sich an das Dämmerlicht gewöhnt hat. Überall beten Gläubige andächtig, viele, vor allem ältere Buddhisten, sitzen auf dem Boden und sind tief in ihrem Geist versunken. Wir selbst wollen die andächtige Ruhe nicht stören und verlassen die heilige Stätte bald wieder. Der nächste Programmpunkt wartet schon.

VG Wort
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