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Galle, Pause im Old Dutch House

Wieder fordert die Hitze ihr Tribut, fühlt sich der Hals erneut unangenehm trocken an. Wenn wir bisher nämlich noch nicht wussten, was »heiß« bedeutet, in den staubigen Straßen des Forts spüren wir es nur zu gut. Zum Glück kamen wir schon zuvor an dem »Old Dutch House« vorbei, einem anheimelnden Gasthaus mit alten hölzernen Fußböden und - im Gegensatz zu unserer ersten Erfrischungspause auf der Veranda - vor allem mit Schatten! Schon im Eingangsbereich weht uns die Jahrhunderte alte Atmosphäre entgegen.

Von dem langgezogenen Flur dahinter führen mehrere Durchgänge durch den Speisesaal mit der angrenzenden Bar, die selbst heute noch aussieht, als erwarte sie jeden Moment die alten holländischen Kolonialherren als ihre Gäste.  Sehr schöne und ruhige Musik läuft im Hintergrund. Diese wiederholt sich zwar alle vier Lieder, aber mittlerweile sind wir von unserem letzten Ausflug so ermattet, dass wir es über eine Stunde im Old Dutch House aushalten.

Annette im Old Dutch House
im Royal Dutch House

Zurück in eine der engen Straßen, erreichen wir das Museum »Historical Mansion«. Schön ist, dass kein Eintritt verlangt wird. Dafür aber sehen es die Betreiber sehr gerne, wenn man sich nur kurz in den kolonial eingerichteten Räumen mit all den alten Porzellan und Besteck aufhält. Viel Zeit nämlich sollen wir uns in den paar Verkaufsräumen lassen,

in welchen der obligatorische Schmuck angeboten wird sowie all die anderen Sachen - die wir nun absolut nicht brauchen können. Nun gut, viel zu sehen gibt es nicht innerhalb des Museums, da wir weder Eintritt zahlen mussten, noch etwas gekauft haben, ist das allerdings auch nicht weiter schlimm.

Festungswall
Blick auf den Uhrturm beim New Gate

Langsam aber müssen wir zurück zum Zug. Bei einem letzten Abstecher zur Festungsmauer fallen uns sehr viele kleine Schirme auf. Offenbar nutzen die Singhalesen ihren freien Tag nicht nur zum Baden, sondern - in erster Linie natürlich die jüngere Generation - außerdem, um mit dem anderen Geschlecht anzubändeln. Tatsächlich nämlich wird jede der alten Schießscharten innerhalb der Mauer für einen kleinen und sehr vorsichtigen Flirt genutzt,

werden Händchen gehalten und hin und wieder auch mal ganz kleine Küsse ausgetauscht. Da wollen wir natürlich nicht stören, sondern folgen dem Festungswall bis wir wieder zum Uhrturm am Ausgang kommen. Auf den letzten Metern bietet uns ein Händler geschnitzte Elefanten an - das einzige Souvenir, welches wir an diesem Tag erstehen.

VG Wort
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