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Ausflug nach Galle

Unser letzter Ausflug brachte uns nach Galle. Klar, dass wir dies nutzten, um einmal mit der in jedem Reiseführer empfohlenen Bahn zu fahren. Zunächst aber mussten wir von unserem Hotel zum Bahnhof kommen. Ahungalla hat zwar eine Haltestation, schon ein paar Tage zuvor verriet uns jedoch ein Tuc tuc Fahrer (natürlich ganz uneigennützig),

dass in Ahungalla nur sehr wenige Züge halten und diese zumeist völlig überfüllt sind. Für uns kein Problem, schließlich wollten wir unterwegs noch einen Halt in Ambalangoda einlegen und uns das Maskenmuseum anschauen.

Maske aus dem Mask-Museum

Ein Tuc tuc am frühen Morgen zu bekommen - kein Problem, irgendwer hält vor dem Heritance immer Wache und passt auf, dass kein Tourist die Hotelanlage verlässt, ohne wenigstens dreimal gefragt zu werden, ob man ein Taxi oder ein Tuc tuc (vielleicht zu einer Mondsteinmine?) braucht.
Nach etwa einer halben Stunde kamen wir dann auch in dem noch morgendlichen Ambalangoda an und beschlossen, uns erstmal am Bahnhof mit Tickets und Abfahrtzeiten zu versorgen.
Das schöne: der Beamte am Bahnschalter schrieb uns zwar ein paar Zeiten auf ein kleines Stückchen Karton, ein Singhalese vor Ort nannte uns hingegen eine andere Abfahrtzeit, die früher war und wir genauso gut nehmen konnten.

beim Maskenmuseum von Ambalangoda

Leider befindet sich das Maskenmuseum ein ganzes Stück weit zurück in der Richtung, aus der wir gekommen waren und mussten wir uns auf einen mittellangen Fußmarsch einstellen. Unser Tuc tuc-Fahrer musste damit allerdings schon gerechnet haben, denn nachdem wir an ein paar Geschäften vorbei waren, winkte er uns hupend zurück ins Tuc tuc. Also gut, soviel Lust auf Laufen hatten wir nun doch nicht und kamen so nicht nur sehr bequem, sondern außerdem ein paar Minuten vor der Öffnung beim Museum an.

Schön an dem Museum ist erstmal, dass man sich völlig frei in den Räumen bewegen kann, wenn man sich nicht von einem Reiseveranstalter hierher chauffieren lässt. Möglich überhaupt wurde das Maskenmuseum durch kräftige kulturelle und finanzielle Unterstützung von Deutschland.

Allerdings erwartet man im Innern dennoch vergebens deutsche Beschreibungen zu den verschiedenen Masken und kann oft nur verraten, zu welchem Zweck welche der Masken genau verwendet wird.

beim Bahnhof von Ambalangoda
der Zug kommt

Nach kurzem Besuch - unser Tuc tuc-Fahrer war natürlich immer noch zur Stelle - ließen wir uns also zurück zum Bahnhof fahren. Selbstredend, dass wir uns kaum bei ihm verabschiedet hatten, als uns bereits der nächste Fahrer seine Dienste anbot und uns ganz gerne nach Galle fahren wollte. Dann aber hätten wir ja auf die Zugfahrt verzichten müssen und haben uns daher lieber von einem deutschsprachigen Singhalesen erklären lassen, wo uns am Bahnsteig am besten hinstellen sollten und wie dort überhaupt alles funktioniert, bevor wir in die falsche Richtung davonfuhren.

Tatsächlich hat der Junge dann den ganzen Tag am Bahnhof gewartet, um uns am Abend zurück ins Heritance zu fahren. Endlich aber war es soweit: mit einigen Minuten später rollte der altersschwache Zug schnaufend und zischend in dem baufälligen Bahnhof ein. Nun galt es schnell zu sein, um noch geschwind einen Sitzplatz zu ergattern... zu spät, alle Eile half nicht, wir mussten bis zum nächsten Halt stehen und uns dabei ab und zu ganz dünn machen, um die Händler, die im Zug singhalesisches Fastfood feil boten, passieren zu lassen.

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