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Eindrücke vom Bandarawela Hotel

Wir setzten uns, nachdem wir uns den ganzen Stadtstaub abgeduscht hatten, in die urigen Holzklappstühle vor unserem Zimmer und genossen den Sonnenuntergang und den Blick in das Atrium.

Zwischendurch kam noch ein Angestellter vorbei, der das ganze Hotel mit Weihrauch einräucherte, in der Hoffnung, sämtliche Mücken zu vertreiben.

Mooment
Bandarawela Hotel - Blumen vor Geländer
Bandarawela Hotel - Cheese

Um halb acht ging es dann zum Abendessen. Die kitschigen Blümchenvorhänge waren alle schon zugezogen und die ganze Reisegruppe saß an einer großen Tafel mit schönem Gedeck und viel, viel Platz. Das Essen war in Büfettform und sehr reichlich. Man konnte aussuchen, ob scharf oder europäisch, und die scharfen Curry-Gerichte waren wirklich scharf, aber sooo lecker und sehr bekömmlich (bis auf die gereizten Lippen und Schleimhäute). Auch das Dessertangebot war riesig. Wir beschränkten uns aber, wie im ganzen Urlaub, auf die frischen Früchte. Bei uns bekommt man doch nirgends so leckere, frische Bananen und Ananas wie in solchen Ländern. Warum soll man dort Pudding und Eis essen?

Bandarawela Hotel

Schade war der Andrang der Engländer, die eine halbe Stunde später zum Essen ankamen. Wir haben uns am Tisch auch unterhalten, aber als die Engländer eintrafen, stieg der Lärmpegel auf Bahnhofshallenniveau. Können die nicht normal reden? Außerdem hatten sie Angst, dass das Essen ausgehen könnte und stapelten sich die Teller unverschämt voll und ließen nachher die Hälfte stehen. Auch wenn das Hotel englischen Ursprungs ist, passen die irgendwie nicht in das ruhige Bild von dem ganzen Gebäude.

Bandarawela Hotel - Bar

Wir haben uns dann erst mal in die Bar verzogen, um in Ruhe und Idylle noch ein paar Cocktails zu genießen. Die Bar war genauso alt erhalten wie der Rest. Ein schöner Kamin, zwei ganz alte Telefone, und mal wieder schöne, antike Sessel, in denen man es sich gemütlich machen konnte.

Als wir später ins Bett gingen, war die Bettdecke schon für die Nacht halb aufgeschlagen und es lag eine heiße Bettflasche darin, die das ganze schon mal vorwärmte. Einen Wecker für den Morgen hatte man auch, denn pünktlich um fünf Uhr fing der Muezzin aus der Nachbarmoschee an, von seinem Turm zu rufen.

Und wen das nicht geweckt hat, der wurde von einem Angestellten pünktlich aus dem Bett geklopft.
Nach dem Frühstück ging es dann leider weiter. Ich hätte es dort sicher noch ein zwei Nächte länger ausgehalten, aber es wartete ja schon das nächste Kolonial-Hotel, das Mount Lavinia auf uns.

VG Wort
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