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Bandarawela Hotel

Mitten in der Stadt Bandarawela gelegen, befindet das idyllische Bandarawela Hotel, in dem wir eine Nacht lang bleiben. Hatten wir zuvor schon überall schöne Hotels auf unserer Rundreise, werden sie hier allesamt in den Schatten gestellt.
Empfangen werden wir von einem Wachmann, der ganz im kolonialen Stil gekleidet ist:

Er trägt eine weiße Uniform mit hohem weißen Helm. Keine Ahnung, wie man die Dinger nennt, aber er sieht damit sehr englisch aus. Gleich danach werden wir zu einer Tasse Tee eingeladen, in einem Raum, der mit vielen gemütlichen Gartenmöbeln eingerichtet ist.

Bandarawela Hotel

Bald ist die Anstrengung der Fahrt vergessen und erwacht in uns schon wieder die Lust, die Umgebung zu erkunden. Zunächst aber werden die Schlüssel verteilt und geht es aufs Zimmer. Die Koffer folgen.

Die nächste Begeisterung stellt sich ein, als wir die Zimmer betreten. Eine gut vier Meter hohe Decke lässt das relativ kleine Zimmer riesig wirken.

Bandarawela Hotel - Gang zu unserem Zimmer

Eingerichtet ist es mit recht düsteren, aber wunderschönen alten Möbeln und einem genialen Metallbett mit hohen Bettpfosten. Die Matratze ist für normal große Leute circa hüfthoch. Die kleineren Teilnehmer unserer Gruppe bemerken gleich, dass sie eine Leiter bräuchten, um ins Bett zu kommen.

So witzig es klingt, hinausfallen ist sicher auch für die »Normalgroßen« nicht. Denn das Bett ist doch recht hoch und der Boden aus Stein. Da es außerdem sehr breit ist, ist die Gefahr aber weniger groß.

Bandarawela Hotel - Atrium (Peristyl)

Das Bad in unserem Zimmer ist winzig, aber mit urig alten Armaturen ausgestattet. Neben dem Klo befindet sich eine Tür, die auf eine Art Balkon führt, der an allen Zimmern, also die ganze Gebäudebreite, entlang verläuft. In der Geschichte vom Bandarawela Hotel lesen wir, dass der Balkon für die Klomänner war, die den Kolonialherren damals die Schüssel leerten und säuberten, als es hier noch keine Spülung gab, oder das warme Badewasser hereinbrachten. Somit brauchten sie nicht durchs Schlafzimmer laufen, wenn nach ihnen geläutet wurde. Leckerer Job, welcher sicher nicht von Engländern erledigt wurde.

Bandarawela Hotel - Gang im oberen Stockwerk

Die Klingel ist übrigens immer noch da und funktioniert auch. Über jeder Zimmertür hängt so ein Teil. Es kommt allerdings niemand mehr, wenn man klingelt. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass jeder denkt, da wäre ein Lichtschalter über dem Bett und es vor jeder Zimmertür mal los bimmelt, auch nachts. Denn wenn man auf der Suche nach dem Lichtschalter ist, findet man mit Sicherheit erst mal den Klingelknopf.

Wachtmann

Die Hotelanlage ist überschaubar und einen Pool gibt es keinen. Diesen braucht man aber auch nicht, da Bandarawela recht hoch liegt, es tagsüber nicht so extrem heiß wie an der Küste ist und es Abends kühl wird. Immerhin sind die Teeplantagen in der Nähe, und der beste Tee kommt nun mal von den höheren Gegenden.
Rings um das Hotel herum ist dafür alles mit Palmen, Geranien und anderen Blumen sowie Jackfruit-Bäumen bepflanzt. Die ganze Anlage ist gepflegt und sauber. Auf ein paar kleinen Wiesenabschnitten finden sind einzelne, weiße Eisentische und Stühle verteilt, die zwischen dem Grün zum Verweilen einladen.

VG Wort
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