Traumschiffhotel Heritance (Triton)

Triton - Annette

«Am angeblich wunderschönen Strand von Ahungalla macht sich die Anlage eines riesigen Fünfsternehotels breit.« So steht es in einem der Reiseführer, die wir im Urlaub dabei hatten, und doch wird diese Sichtweise dem Viersternehotel in keiner Weise gerecht. Zugegeben, die Anlage vom Hotel Heritance ist weitläufig und man braucht einige Zeit, um von einem zum andern Ende zu gelangen. Gleichzeitig sind die einzelnen Gebäudeteile mit nur zwei Geschossen niedrig gehalten und zwischen ihnen und dem Strand stehen so viele Palmen und Sträucher, dass sich die gesamte Anlage dezent im Hintergrund hält.

Triton - Eingangsbereich

Schon als wir im Hotel ankommen, sind wir allein durch den Eingangsbereich beeindruckt: vor dem Hotel befindet sich ein großer Teich mit ein paar Seerosen und Palmen, die auf kleinen Inselchen aus dem Wasser ragen. Dieser Teich, die sich dahinter spiegelnde Lobby und der anschließende Pool sind so angelegt, dass man das Gefühl bekommt, über eine einzige Wasserfläche bis direkt auf den Indischen Ozean zu blicken. Zu beiden Seiten des Teiches wird die Wasserfläche von den Gebäudeflügeln ein Stück weit eingefasst, so dass der Teich wie in einer kleinen schützenden Bucht liegt.

Leider haben die Leute im Hotel uns erst ein wenig später erwartet, so dass wir erstmal mit dem obligatorischen Begrüßungsgetränk in der Hand eine Weile warten müssen. Dann aber endlich bekommen wir unsere »All-Inclusive-Bänder«, die hier - anders als wir es von anderen »AI-Hotels« kennen - aus einem abnehmbaren Stoffband bestehen.

Beim Ausfüllen der Eincheckkarte werden wir auch nach unserem Geburtstag sowie unserem Hochzeitstag gefragt. Hier lohnt es sich, ein wenig zu schwindeln. Da wir aber eh schon als Honeymooner gemeldet waren, machte das für uns weniger Sinn.

Triton - Blick auf den Pool
Triton - Hochzeit von der Stange mit Elefant

Im Mount Lavinia hatten wir erstmals bei all unseren Reiseaktivitäten ein Zimmer nach Reklamation gewechselt. Wenige Minuten, nachdem wir unser Heritance-Zimmer bezogen hatten, passierte dieses zum zweiten Mal. Nicht, dass wir irgendwelches Ungeziefer im Raum hatten, aber leider funktionierte die Toilettenspülung nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen. Und nochmals ein Hotel auf unserer Hochzeitsreise haben,

wo man ständig am Spülkasten rumdoktern muss - nein Danke! Aber deswegen will ich nicht meckern. Schließlich löste das Management dieses Problem binnen weniger Minuten und außerdem hatten wir anschließend ein Zimmer, in welchem nicht einfach geschwind ein paar Betten für uns »Honeymooner« zusammengeschoben wurden, sondern bekamen ein richtiges Doppelbett.

Triton - im Seafoodrestaurant

All-inclusive: das bedeutet im Heritance, man kann sich eigentlich den ganzen Tag über satt essen. Schon das Frühstück - eine Wucht. Bananen (die kleinen supersüßen, aber auch die roten, welche mehr beim Kochen genommen werden), Ananas, Papayas, Lychees, diverse Melonen und noch eine ganze Reihe Früchte, die wir bis dahin nicht einmal kannten, in Hülle und Fülle. Jeden Morgen gebratenen Speck oder Schinken zum Spiegel- oder Rührei, Konfitüre, Marmelade, Honig, Wurst- und Käseschnitt in Hülle und Fülle. Desserts, mehrere Sorten Brot, süßes Gebäck und Kuchen in - richtig - Hülle und Fülle.

Tatsächlich bietet das Frühstück allein schon soviel Abwechslung und das in solchen Mengen, dass wir leicht bis zum Abend ohne weitere Snacks - auch die gab es quasi den ganzen Tag über - ausgekommen wären. Was zum Mittag alles auf die verschiedenen Büfetts getischt wurde, wissen wir also nicht. Dafür aber konnten wir doch nicht widerstehen, mittags stets ins Sea-Food-Restaurant zu gehen, in welchem direkt am Strand der »Dish of the day«, sprich der Tagesfang angeboten wird.

Leider ist das Restaurant relativ klein und so muss man entweder früh genug kommen oder aber ein wenig Geduld aufbringen, bis man einen freien Tisch bekommt. Erstmal einen Platz ergattert, ist es dann aber um so schöner - ein Schild fordert dazu auf, keine Schuhe zu tragen, sodass man das tropische Gefühl des Sandes an den Füßen spürt. Und das Essen - verschiedene Arten Fisch mit etwas Gemüse und Reis - ist für die tropische Mittagswärme genau das richtige.

Triton - Einsiedlerkrebs
Triton - Palmenhörnchen

Wer das Mittagessen - wie wir - ausfallen ließ, aber dann doch nicht bis zum Abend durchhielt, kein Problem: für all diejenigen stand ab dem Mittagessen der Coffee Shop offen, ein luftiger Bereich zwischen Lobby und dem Essenssaal, der wie eine Terrasse mit Blick auf den vorderen Hotelpool gebaut wurde. À la carte kann man hier einige kleine Speisen oder auch eine ganz simple Portion Pommes bestellen, die man in einem kleinen Korb mit an den Strand nehmen darf.
Am Abend schließlich sollte es laut Katalogbeschreibung Menüwahl aus drei Hauptgerichten geben. Dem war nicht so, sondern auch abends wurden mehrere Büfetts aufgebaut. Die Auswahl:

Fisch in allen Formen, Schweine- und Rindfleisch, Geflügel, Beilagen ohne Ende und - abgesehen vom Rührei - alles das, was man sich auch schon beim Frühstück auf den Teller packen konnte. Aber auch das Auge wird verwöhnt: kaum betritt man nämlich den Speisesaal, wird man von einer der vielen mit einem wunderschönen Sari gekleideten Singhalesin an seinen Tisch geführt. Die Männer hingegen tragen - je nach Thema des Abends - ein immer wieder anderes Outfit, was ihnen leider nicht immer so gut stand. Spätestens dann nämlich, wenn draußen das amerikanische Barbecue (mit Minifeuerwerk) öffnet, hinterlassen die Jungs einen doch recht lustigen Eindruck mit ihren Cowboyhüten...

Triton - Pool-Hotel

Wer jetzt denkt, mehr zu Futtern geht kaum, irrt. Denn gleichzeitig zum Coffee-Shop à la carte gibt es außerdem jeden Nachmittag Tee und Kaffee zu Kuchen, Keksen, kleinen Törtchen und anderen süßen Speisen. Gegen Bezahlung hat man außerdem die Möglichkeit, ein Candlelight- Dinner am Strand zu genießen und jeden Abend gibt es - auf Bestellung und ebenfalls gegen Extrageld - Lobsternight im Seafoodrestaurant. Das mussten wir uns dann aber doch nicht geben, schließlich wollten wir unseren Heimflug nicht als überschweres Frachtgut antreten.

Triton - Annette im Coffeeshop
Triton - Baby Nola vorm Seafood-Restaurant
VG Wort