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Castelmola

Wer wie wir über den Fußweg von Taormina nach Castelmola läuft, kommt im Bergdorf zunächst an der Pizzeria Le Mimose vorbei. Glauben wir einem Reisebericht, den wir vor unserem Urlaub gelesen haben, soll es hier so ziemlich die schlechteste Pizza auf ganz Sizilien geben und läuft man Gefahr,

über den Tisch gezogen werden. Da es ein glaubwürdiger Bericht war und wir ähnliche Erfahrungen mit einer Lasagne auf Sardinien gemacht haben, halten wir uns an diese Warnung und passieren die an sich ja ganz nette Terrasse.

Ankunft in Castelmola
typische Gasse
in der wohl engsten Verbindungen im Ort

Gleich dahinter tauchen wir ein in das Gassengewirr des Bergdorfs. Schön finden wir, dass sich die Einwohner nicht darauf beschränken, die wichtigsten Verbindungen und Plätze sauber zu halten, sondern auch die engen Gassen frei von Unrat sind.

Wen wundert es da, dass Castelmola zu den beliebtesten Ausflugszielen im Osten Siziliens zählt? Zumal im Ort so gut wie keine Pkws abgestellt sind und man ungestört an den Bars, Restaurants und Läden entlang schlendern kann. Das soll für die Insel zwar untypisch sein, aber vielleicht macht es ja Schule.

für Sizilien untypische Ordentlichkeit
eine der kleineren Kirchen von Castelmola

Nachdem wir uns umgeschaut, die große Kirche und den Terracotta-Laden von Giorgio entdeckt haben, kommen wir auf den zentralen Platz. Von hier eröffnet sich uns eine trübe, ansonsten aber gute Sicht über Taormina mit der benachbarten Burg und dem Amphitheater.

Besser noch ist die Sicht natürlich vom Kastell, zu dem Treppen hinauf führen. Da es in der Burgruine selbst allerdings nicht viel zu sehen gibt und es dort oben recht kühl wird, sobald einen der Wind entdeckt hat, verschwinden wir bald in ein Café. Mit seiner schmalen Form sieht es von außen zwar etwas seltsam aus, im Innern aber ist schön und gemütlich.

Blick von der Burg Richtung Amphitheater
die Klingel macht richtig Krach

Einen Milchkaffee später schauen wir uns bei den Souvenirläden um. Zu meinem Glück findet Annette lediglich an einer Klingel, die aus einem Rad mit zwölf Glocken besteht, gefallen - und die passt selbst beim besten Willen nicht in unseren Rucksack. So können wir ganz unbeschwert den Rückweg nach Taormina antreten. 

Schade eigentlich, denn in Castelmola ließe es sich sicher eine Weile gut aushalten. Nachdem es schon einige andere Touristen in ihren Shorts und T-Shirts wettertechnisch leicht verarscht hat, wollen wir aber nicht riskieren, in das aufziehende Unwetter zu geraten.

eines von vielen gemütlichen Restaurants
Castelmola
nur wenige Autos sind in Castelmola zu finden
VG Wort
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