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Ätna Süd - Krater von 2001

Eine Cola Light später nehmen wir den Aufstieg zum Krater von 2001 in Angriff und brechen zur ersten richtigen Tour auf den Ätna auf. Ein Schild direkt neben der natürlichen Grotte verrät, dass es nur 20 Minuten bis hoch zum Kraterrand sind. Allerdings sind diese 20 Minuten alles andere als ein gemütlicher Spaziergang.

Denn abgesehen davon, dass der Weg ewig steil ist, rutschen wir auf dem Geröll immer wieder mal ein Stück bergab. Als wir das obere Teilstück erreichen und damit aus dem Windschatten kommen, bläst uns der Wind außerdem feinsten Lavasand ins Gesicht, den zwei Jungs vor uns los getreten haben.

20 Minuten bis zum Besuch des Kraters von 2001
auf dem Kraterrand

Dann aber haben wir den Aufstieg bewältigt - und stehen damit erneut im Sturm. Um nicht zu sagen, es zieht wie Hechtsuppe! Egal, denn zum einen hatten wir uns darauf eingestellt und zum anderen eröffnet sich uns vom Rand des Crateri del 2001 eine herrliche Sicht über die tiefer gelegenen Lavafelder, den südwestlichen, schneebedeckten Gipfeln des Ätna und in den mustergültigen Trichter des Silvesterkraters. Wir sind fasziniert. Uns bläst es fast weg.

Sicht über ein Lavafeld zu einem der südlichen Gipfel
Blick in den Silvester-Krater

Mühsam kämpfen wir uns auf dem Trampelpfad rund um den Krater vorwärts. Zum Glück setzt der Wind immer mal wieder für einige Sekunden aus, so dass wir in den ruhigeren Momenten unsere Blicke über die Kraterlandschaft schweifen lassen können. Als wir den Krater von 2001 umrundet haben, sind wir aber auch froh, dass wir auf einem noch jungen Grat Richtung Gipfelregion abbiegen können und den Wind für den nächsten Abschnitt im Rücken haben.

einfach herrlich
Lavamischmasch mit etwas Schnee

Als wir eine Stelle erreichen, wo der Weg nach rechts in einen Bereich schwenkt, der vom Rifugio Sapienza nicht einzusehen ist, entscheiden wir, stattdessen einen Abhang mit Lavasand hinunter zu laufen. Er liegt im Windschatten und fühlt sich unter den Füßen wie eine Sanddüne an. Damit schlittern wir in das nächste Erlebnis und machen immer größere Schritte, dann Sprünge, bis wir die Vulkandüne schließlich mehr herunter schlittern als laufen.

Yippieh!
Ätna
na ja

Unten angekommen, finden wir uns in einer völlig windstillen Senke wieder. Nachdem wir ein Schneefeld überquert haben, nutzen wir das schöne und warme Wetter zu einer Pause sowie zur Entsandung der Wanderschuhe, bevor wir auf der anderen Seite des Lavafeldes zu dem nächsten größeren  Krater kraxeln und schließlich zum Parkplatz zurück kehren.

VG Wort