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Ausflug nach Cousin

Bootsfahrt von Praslin nach Cousin
hier kommt man trocken an Land

Mit etwas Verspätung starten wir unseren ersten organisierten Ausflug. Eigentlich sollten wir ja bei der Mango-Lodge abgeholt werden, sind aber, als der Fahrer für unseren Geschmack zu lange auf sich warten ließ, mit der Eigentümerin hinunter zum Anleger gefahren.

Auf dem Weg dorthin kam er uns dann entgegen, womit er uns verpasst hatte. Egal, denn durch die Eigenanreise hatten wir genug Zeit, um etwas zu Trinken zu kaufen und einen kräftigen Schluck Sonnenspray zu nehmen, bevor es aufs Schiff ging.

aus dem Nest gefallener Noddi (Anous stolidus)
Weißschwanz-Tropikvogel-Küken (Phaethon lepturus)

Auf dem Boot, einem hübschen Katamaran, darf kein Sonnen- und Insektenspray benutzt werden. War es im Vallée de Mai das Trinkwasser, welches geschützt werden soll, ist es hier der Boden, der möglichst frei von schmierigen, rutschigen Stoffen bleiben soll. Und das mit gutem Grund, da der Wellengang, so wie wir die geschützte Baie Curieuse verlassen, ganz gut zulegt.

Aber was heißt hier zulegt? Es sind meterhohe Brecher, die den Katamaran immer wieder aus dem Meer hieven, bevor er mit Wucht zurück aufs Wasser schlägt. Fast alle Passagiere halten sich fest. Wie wir lachen oder jauchzen einige auf, wenn uns eine besonders hohe Welle verschaukelt hat. Zwei Frauen sind seekrank. Ihr Pech.

Feenseeschwalbe (Gygis alba)
Einsiedlerkrebs

Erst, als wir in die Nähe von Cousin kommen, beruhigt sich das Meer. Bevor es auf die Insel geht, müssen wir aber noch zwanzig Minuten warten. Um Cousin von Ratten frei zu halten, dürfen hier keine Boote von außerhalb an Land fahren, sondern bringt ein kleines Boot die Ausflügler portionsweise an den Strand - und das dauert eben eine Weile.

Als wir schließlich an der Reihe sind, merken wir, warum es auch keinen Steg braucht: der Fahrer düst einfach mit Vollgas auf die Insel zu und zieht erst im flachen Wasser die Schraube aus dem Wasser, sodass das Boot mit dem Schwung den halben Strand hinauf rutscht und wir trockenen Fußes aussteigen können. Danach packen dann acht, neun Männer zu, drehen das Boot um und schieben es zurück ins Meer.

VG Wort
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