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Soufriere

die erste französische Siedlung auf St. Lucia

Soufriere, St. Lucia
Blick über die Bucht von Soufriere zum Piton

Neben Castries und Gros Islet zählt Soufriere zu den wichtigsten Städten an der Westküste von Saint Lucia. In dem Hafen klarieren die meisten Boote ein oder, auf dem Weg nach Süden, aus und neben einigen kleineren Läden gibt es hier auch eine Bank und Geldautomaten direkt am Hafen. Zudem befindet sich das Wahrzeichen von St. Lucia,

die beiden Pitons, gleich um die nächste Ecke. Dennoch ist Soufriere, mal abgesehen von den per Boot durchreisenden Ausflugstouristen, vergleichsweise schwach entwickelt. Zwar gibt es am Hafen den Ansatz einer Flaniermeile, große Hotelresorts und speziell auf Touristen zielende Restaurants aber fehlen weitgehend.

Blüten im botanischen Garten
Einkaufen in Soufriere
Früchte im Botanischen Garten Diamond

Dafür blieben das französische - Soufriere war immerhin die erste französische Siedlung auf St. Lucia - und karibische Flair bis heute erhalten. So finden wir rund um der Kirche einige Kolonialbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Damals profitierte die schnell wachsende Hafenstadt ausgerechnet von der tiefen, steil abfallenden Bucht, um die heute so manch ein Segler lieber einen Bogen macht.

Kirche von Soufriere
Kirche von Soufriere

Wer sich längere Zeit in Soufriere aufhält (und nicht nachts von einem schlaflosen Skipper über Bord geworfen wird), kann unter anderem Ausflüge zu den beiden Pitons unternehmen. Die Wanderung auf den 736 Meter hohen Petit Piton dauert etwa zwei Stunden. Für den 798 Meter hohen Gros Piton muss man drei bis vier Stunden rechnen.

Zudem befindet sich etwas außerhalb von Soufriere der sogenannte »Drive-in-Krater«. Den Namen hat der Krater, weil man früher mit dem Auto bis (fast) in den Krater hineinfahren konnte. Den Besuchern erwartet dort eine Art Mondlandschaft, in der etliche blubbernde Schlammlöcher schwefelige Gase ausstoßen. Mit anderen Worten: es stinkt erbärmlich.

typisches Haus in Soufriere, St. Lucia
typisches Kolonialgebäude in Soufriere, St. Lucia

Leider kann man seit einem Unfall, bei dem sich ein Reiseleiter bei einem neu entstandenen Krater einen dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt eingehandelt hat, nur noch vom Rand zu den Schwefel- und Schlammquellen schauen.

Da wir solche Fumarolen zudem schon von Furnas auf den Azoren und vom Rincon de la Vieja in Costa Rica kennen, spazieren wir stattdessen zum Botanischen Garten.

VG Wort
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