• Deutsch
  • English
Anzeige

Häufige Fragen zu unserem Segeltörn durch die Karibik

Zu welcher Jahreszeit waren wir in der Karibik?

Wir waren von 22. Juni bis 8. Juli in der Karibik. In dieser Zeit entstehen bereits erste Hurrikans über dem warmen Meerwasser. Diese ziehen aber in den allermeisten Fällen fern der Kleinen Antillen nach Norden. Insgesamt ist es recht warm und - auf den Inseln - auch gut feucht. An Bord bzw. auf dem Wasser sind die Temperaturen aber gut auszuhalten.

Für alle, die es ruhig möchten, ist dies die beste Jahreszeit, da die großen Kreuzfahrtschiffe im Sommer vornehmlich in der Ostsee und im Mittelmeer fahren. Außerhalb der Saison sind zudem die Wellen in der Regel nicht so hoch wie in der Saison (November bis Anfang Mai).

Wie sieht es mit dem Geld auf den kleineren Insel-Staaten in der Karibik aus?

Wir konnten auf allen Inseln mit dem East Caribian Dollar zahlen. US-Dollar werden ebenfalls gerne genommen, haben in den Restaurants und Geschäften aber einen schlechteren Kurs als in den Banken. Visa-Card ist ebenfalls ein gängiges Zahlungsmittel, und das selbst an Orten, an denen wir es nicht erwartet hatten.

Wir konnten sowohl in Grenada nahe unserem Hotel am Grand Anse als auch in Kingstown, Soufriere und der Rodney Bay Geld bequem am Automaten holen. Die Preise an Bord der Blue Wave wurden bei uns in Euro berechnet, da unser Skipper einen Großteil seiner Einkäufe im französischen Martinique erledigt.

Braucht man spezielle Impfungen und wie sieht es mit Stechmücken aus?

Für die Kleinen Antillen sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird ein Schutz gegen Hepatitis A & B sowie die auch in Deutschland gängige Tetanus-Impfung. Schlimmer ist die Sache bei den Mücken. Hier sollte man sich selbst an Land kleiner Inseln gut schützen, wobei leider nicht jedes Spray die Mücken fern hält. Mit Repeel, einem britischen Produkt, haben wir die Viecher dann auf Distanz halten können. Da es dennoch erwischt, haben wir gegen den Juckreiz den »Bite away« dabei gehabt. Dies ist ein Stift, der die von der Mücke injizierten Eiweißverbindungen durch Hitze zerstört, sodass die allergische Reaktion gestoppt wird. Malaria tritt in Grenada und St. Lucia nicht auf. Auch für St. Vincent ist eine Malaria-Prophylaxe nicht erforderlich. Allerdings tritt in allen drei Staaten sporadisch Dengue-Fieber auf.

Für das Schnorcheln empfehlen wir, salzwassertaugliche Shirts anzuziehen. Zum einen, weil man im Wasser schnell einen Sonnenbrand bekommen kann. Zum anderen wegen sporadisch auftretenden Quallen. So hat Lars’ Haut so empfindlich auf die Biester reagiert, dass die berührten Stellen später voll mit kleinen Quasteln waren - ähnlich wir bei einer Brennnessel, nur stärker. Ausführliche Infos zu medizinischen Hinweisen und zum Impfschutz sowie Krankheiten Dengue und Malaria gibt das Auswärtige Amt.

Kommt man mit Deutsch / Englisch in diesem Teil der Karibik zurecht?

Mit Englisch konnten wir uns überall auf den Inseln gut verständigen. Allerdings muss man wissen, dass auf den Inseln oft ein Mischmasch aus Englisch, Französisch und Afrikaans gesprochen wird. In der Praxis sieht das dann so aus, dass das deutsche Schulenglisch oft besser als das der Insulaner ist.

Das alleine wäre nicht weiter schlimm. Leider aber wird ein Teil der Einheimischen dadurch unsicher, was er mit Nuscheln und leisem Sprechen quittiert. Auf der Blue Wave wird Deutsch gesprochen.

Strom/Steckdosen und Spannung auf Grenada, St. Lucia und auf dem Boot?

Steckdosen gibt es in allen Hotels. Für diese benötigt man - wie in Großbritannien - einen Adapter für Stecker-Typ G. Die Netzspannung beträgt bis zu 240 Volt und damit genau das, für das die Spannungswandler von Notebooks und vielen anderen Geräten noch ausgelegt sind.

Leider hat unser Aldi-Adapter trotz der richtigen Maße mal wieder nicht funktioniert, sodass ich die Blockierung der Steckdosen mit dem Zimmerschlüssel aufheben musste. An Bord der Blue Wave gibt es die gleichen Steckdosen wie in Deutschland, da es ja auch ein deutsches Boot ist.

Wie ist das Essen in der Karibik und auf dem Boot?

Die Preise haben wir in den Restaurants als moderat empfunden, die Qualität okay. Neben einigen Fischgerichten werden gerne verschiedene Burger und auch Sandwiches angeboten. Das Frühstück war hingegen in beiden Hotels dürftig bis enttäuschend. Positiv überrascht waren wir vom Frühstück auf der Blue Wave.

Da unser Skipper vor der Reise in Martinique einkaufen war, gab es genug für jeden Geschmack und vor allem auch genügend von allem. Wenn Bobby abends gekocht hat, hätten wir uns angesichts der aufgetischten Mengen kugelrund essen können.

Wie waren unsere Erfahrungen an Bord?

Die Blue Wave zählt zu den größeren Segelbooten, die in der Karibik unterwegs sind. Da das Schiff schon drei Jahrzehnte alt ist, entspricht auch nicht mehr alles dem neuesten Standard. Allerdings ist Bobby ständig dabei, verschiedene Teile zu ersetzen, zu modernisieren oder auch einfach mit neuer Technik zu ergänzen. So fanden wir sehr angenehm, dass während der Liegezeiten kein Motor nötig war, um das Boot mit Energie zu versorgen, sondern sämtlicher Strom aus regenerativen Quellen gewonnen wird.

Da außer uns nur zwei weitere Gäste an Bord waren, konnten wir den Törn in Ruhe genießen. Zuletzt hatten wir überall genug Zeit für die Landausflüge bzw. zum Essen gehen und hat Bobby auch individuelle Wünsche erfüllt. Da auch das Frühstück top war und die Getränke an Bord zu sehr erschwinglichen Preisen ausgegeben werden, ist unser Fazit ganz klar: gerne wieder!

Was muss man bei der Ein- und Ausreise beachten?

Nach der Einreise in Grenada, bei der unter anderem ein kleines Formular mit Fragen zu Krankheiten und mitgebrachten Gegenständen ausgefüllt werden muss (dieses gibt man erst nach der Einreise bei der Kofferkontrolle Stelle ab), hat man mit solchen Formalitäten bis zur Ausreise aus St. Lucia nichts mehr zu tun.

Denn an Bord kümmert sich der Kapitän um die Bürokratie, da er beim Wechsel von einem zum nächsten Karibikstaat ohnehin Aus- bzw. Einklarieren muss. In St. Lucia mussten wir vor der Ausreise ein kleines Ausreiseformular besorgen, auf dem unter anderem die Flugnummer und das Ziel der Maschine anzugeben ist, mit der man St. Lucia verlässt.

Flug- und Fährverbindungen zwischen Grenada und St. Vincent und die Grenadinen

Es ist auch ohne Segelschiff gut möglich, die einzelnen Inseln zu bereisen. Für den Transfer von Grenada nach Carriacou empfehlen wir, den recht Flieger zu nutzen. Danach sind die Strecken meist kurz, wobei die Fähre dann natürlich auch Blick zu den kleineren Inseln ermöglicht. Auch ist es so natürlich besser möglich, mehrere Tage auf einer der kleinen Inseln auszuspannen, bevor es weitergeht.

Infos zu Flügen von Grenada nach Carriacou gibt es auf http://grenada-flights.com/ und www.svgair.com/grenada_schedules_and_fares.html. Von da geht es mit dem Speedboat weiter nach Union Island: www.sailgrenadines.com/Travel-Union.php.

Was würden wir das nächste Mal anders machen?

Wenn möglich, würden wir im Norden starten und nach Süden segeln, da der Wind im Sommer oft aus Nordwest bläst und man dann besser und ruhiger segeln kann. Außerdem würden wir ein paar Sachen aus unserem Gepäck streichen:

Socken, Wanderschuhe, Jacken (bis auf eine Regenjacke), da wir dies alles daheim genauso wieder ausgepackt haben wie wir es zweieinhalb Wochen vorher in die Reisetasche verstaut hatten.

Anzeige