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Broch of Clickimin

Siedlung der nordischen Bronzezeit bei Lerwick

Wind- und wettergeschützte Orte, wie der von Lerwick, haben die Menschen schon vor 2000 Jahren aufgesucht. So entstand auf einer Insel am Südufer vom Loch of Clickimin der gleichnamige Broch.

Neben dem Broch of Mousa ist der von Clickimin der am besten erhaltene auf den Shetlandinseln. Da er sich am Ortsrand von Lerwick befindet, ist er zudem leicht zu erreichen und der Eintritt kostenlos. Eine Tafel am Eingang informiert über seine Entstehung.

Broch of Clickimin
Broch of Clickimin

Innerhalb einer Einfriedung auf der Insel im Loch of Clickimin erbauten die Bewohner schon in der nordischen Bronzezeit die ersten ovalen Gebäude, ähnlich derer bei Skara Brae. Erst später wurde die Insel mit einem Damm verbunden und der Broch erbaut.

Eine Besonderheit ist ein massives Blockhaus vor dem Broch. Die Archäologen sind sich nicht sicher, ob dieses aus der gleichen Zeit stammt oder aus einer früheren. Eventuell diente es der Überwachung des Siedlungseingangs und zur Abwehr ungebetener Gäste.

im Broch of Clickimin bei Lerwick - Shetlandinseln
im Broch of Clickimin bei Lerwick - Shetlandinseln
im Broch of Clickimin bei Lerwick - Shetlandinseln

Die ungewöhnlich starke Doppelwand ließ bei einem zehn Meter großen Durchmesser eine Höhe von 12 bis 15 Metern zu. Die Außenwand war zwar begehbar, besaß aber keine Treppen. Es wird angenommen, dass im Innenraum mehrere Böden eingezogen wurden.

Während im Erdgeschoss die Ställe der Tiere untergebracht waren, konnten die Menschen darüber wohnen und mit offenem Feuer kochen. Der aufsteigende Rauch wurde zum Räuchern der Fische genutzt, die unterm Dach hingen.

im Broch of Clickimin bei Lerwick - Shetlandinseln

Bereits während der Epoche der Wikinger, die ca. 800 n. Chr. auf den Shetlandinseln siedelten, waren die Wohnanlagen beim Broch of Clickimin aufgegeben und verschwanden nach und nach unter der Erde. Nur ein kleiner Hügel auf der Insel erinnerte an die prähistorische Siedlung.

1850 wurde zunächst ohne große Fachkenntnis mit den Ausgrabungen begonnen und die gefundenen Gebäude teilweise restauriert. 100 Jahre später kümmerten sich dann Archäologen um die Funde und versetzten die Anlage in den Zustand, in welchem wir sie heute besuchen können.

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