Laconi und Parco Aymerich

Größter Ort im Sarcidano

Platz vor der Kirche Laconis
Mittelschiff des Kirche des Hl. Ignatius von Laconi

Wieder aufgewärmt und zugleich wieder bei Sonnenschein erreichen wir nachmittags Laconi. Das erhoffte Restaurant bleibt uns allerdings verwehrt. Denn ganz gleich, von welcher Seite wir zur Pizzeria heranfahren, sie ist und bleibt geschlossen.

Einzig ein Pizzaimbiss an der Hauptstraße ist geöffnet. Dafür, dass Laconi der größte Ort im Sarcidano ist, muss man doch sagen: immerhin! Aber allzu viel wollen wir eh nicht essen und da kommen uns die zwei (überraschend billigen) Pizzaschnitten gerade recht.

in der Kirche des Heiligen Ignatius von Laconi
Herbststimmung

Der berühmteste Einwohner der Stadt war Sant´Ignazio da Laconi, ein bescheidener Bettelmönch, der von der Bevölkerung bereits verehrt wurde, als er fast erblindet starb.

In seinem Geburtshaus befindet sich ein kleines Museum, was die bescheidenen Habseligkeiten des Heiligen ausstellt. Außerdem ist ihm die Kirche von Laconi geweiht. Unser Hauptziel in Laconi jedoch ist der Parco Aymerich.

kleiner Park in Laconi
Kirche des Heiligen Ignatius von Laconi
Kapelle an der Seite der Kirche

Parco Aymerich in Laconi

Trinkwasser und kein Trinkwasser nebeneinander
Höhle über der Agaven wachsen

Der Eingang zum Park befindet sich gleich hinter der Kirche und bietet dem Besucher bei zwei kleinen Becken zuallererst die Wahl zwischen Trink- und nicht trinkbarem Wasser an. Doch auch ohne diese Rinnsale wird der Park von mehreren künstlich angelegten Bächlein und Wasserfällen geprägt.

Weit interessanter aber ist eine Grotte. In ihrem Innern hat sie, außer ein paar Bänken, zwar nicht allzu viel zu bieten. Bleibt man aber davor stehen und blickt nach oben, lassen einen etliche, riesige Feigenkakteen schaudern, die direkt über der Grotte hängen.

Mauerreste des Castello Aymerich
Burgruine des Castello Aymerich

Hauptattraktion ist die Ruine des Castello Aymerich am oberen Ende des Parks. War das Castell einst der Sitz der katalanischen Adelsfamilie Aymerich, so ist es heute ein beliebtes Ausflugsziel der Bevölkerung.

Uns zumindest bietet die teilweise gesperrte Anlage einen guten Ausblick über Laconi und Teilen des Sarcidano. Sehr schön: hier kann man auf die Kakteen herabblicken.

Pilz im Parco Aymerich
Ruine des Castello Aymerich
Annette strahlt wieder.

Meana Sardo

in Meana Sardo
Dorfplatz im Zentrum

Als Nächstes führt unsere Route nach Meana, eines der typischen sardischen Bergdörfer. Das heißt zugleich: hier einen Parkplatz zu finden, ist reine Glückssache. So müssen wir erstmal ganz durch den Dorfkern hindurchfahren, um dann wieder in das Zentrum zurückzulaufen.

Dorfplatz im Zentrum von Meana Sardo
Spazierweg durch die Gassen von Meana Sardo
Weg zur Kirche von Meana Sardo

Der kurze Stopp aber lohnt sich, bieten einem die verwinkelten Gassen und der Lindenplatz (?) bei der Kirche doch eine gute Gelegenheit, sich ein wenig die Füße zu vertreten - und natürlich auch, den ein oder anderen Meter der abgekürzten Giara-Wanderung nachzuholen.

Ansonsten aber ist der Ort recht verschlafen, sodass wir uns schon wieder auf dem Weg weiter in die Berge befinden. Interessant ist allenfalls noch, dass man in Meana Sardo am 31. März 2006 genau 2006 Einwohner zählte.

Gassen und alte Häusen kennzeichen Meana Sardo
Kirchplatz
VG Wort