Petersfriedhof Salzburg und Erzabtei Sankt Peter

Spaziergang über den Petersfriedhof

Blick vom Petersfriedhof zur Festung Hohensalzburg
Urnengräber auf dem Petersfriedhof

Nach dem kurzen Besuch des Doms mit seiner prächtigen Kuppel bleibt uns noch Zeit für den Petersfriedhof und die Erzabtei Sankt Peter. Unser Spaziergang führt uns zunächst zum Petersfriedhof. Wie der Salzburger Dom befindet auch er sich unterhalb der Festung Hohensalzburg und blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück. Er soll schon in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte genutzt worden sein.

Friedhof der Erzabtei St. Peter
Petersfriedhof Salzburg
Margarethenkapelle auf dem Petersfriedhof Salzburg
Blick über den Petersfriedhof
Petersfriedhof und Katakomben

Wer sich in der früheren Gesellschaft von Salzburg auskennt, wird auf dem Petersfriedhof einige bekannte Namen auf den Grabinschriften entdecken, um mit Dombaumeister Santino Solari, den Heimatdichter Otto Pflanzl und dem Opernsänger Richard Mayr nur drei Beispiele zu nennen.

Die meisten Spaziergänger aber kommen nicht wegen irgendwelcher verstorbener Bürgermeister, Kaufleute und Künstler hierher, sondern wegen der malerischen Lage des Petersfriedhofs. Ganz gleich, wo man steht und hinsieht, immer wieder ergeben sich einem neue, schöne Perspektiven über den alten und sehr gut gepflegten Friedhof.

Gräber auf dem Petersfriedhof Salzburg
Gräber auf dem Petersfriedhof

Besuch der Katakomben beim Petersfriedhof

Gertraudenkapelle
Alte Fresken in den Katakomben vom Petersfriedhof

Oberhalb vom Petersfriedhof sehen wir mehrere Löcher im Felsen unter der Hohensalzburg. Sie gehören zu drei Höhlenkapellen, die, so vermutet man, frühchristlichen Ursprungs sind. Der Zugang erfolgt durch ein marmorumrahmtes Portal in ein barockes Langhaus, hinter dem sich ein romanischer Chor befindet.

Aufgang in die Katakomben
in den Katakomben von Salzburg
Altar der Gertraudenkapelle

Über eine Tür im hinteren Teil des Langhauses kommen wir in die Ägydiuskapelle und befinden uns damit bereits in den Katakomben. Leider ist es sehr dunkel in der Kapelle, sodass man die Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert nur undeutlich erkennen kann.

Auf zusätzliches Licht oder gar den Blitz des Fotoapparates aber sollte man tunlichst verzichten, weil die Farben dadurch zerstört werden (dies gilt insbesondere für das Blitzlicht).

Altar in der Maximuskapelle
Maximuskapelle

Über eine unbequeme, da stark abgenutzte Treppe kommen wir in die Gertraudenkapelle, welche dem Heiligen Thomas Beckett und Patricius geweiht ist. Die Reste der Fresken berichten von der Ermordung des Erzbischofs Thomas Beckett von Canterbury (1170).

Zuletzt gelangen wir über weitere Treppen in die Maximuskapelle, der obersten der drei Höhlen-Kapellen. Die große Steintafel in der Kapelle berichtet von der Maximuslegende. Leider allerdings auf Latein, sodass wir nur einzelne Wörter verstehen.

Annette in den Salzburger Katakomben
Katakomben über dem Petersfriedhof

Erzabtei Sankt Peter in Salzburg

Erzabtei St. Peter
Mittelschiff der Erzabtei St. Peter

Das nächste, vielleicht bedeutendste Zeichen der frühen Bedeutung Salzburgs für die Christenheit ist die Erzabtei St. Peter. Den Grundstein legte um etwa 700 der fränkische Missionar Rupert,

der auf Boden des früheren römischen Juvavum die Kirche St. Peter und ein Kloster gründete, dessen Mönchsgemeinschaft seit dem 8. Jahrhundert bis heute ununterbrochen Bestand hat.

Erzabteil St. Peter
Altar der Erzabtei St. Peter
Blick in die Kuppel der Erzabtei Sankt Peter

Wie so viele Gotteshäuser durchlebte auch die Kirche St. Peter im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Veränderungen. So ließ der Abt Balderich zwischen 1130 und 1143 eine römische Basilika errichten, nachdem die Kirche mitsamt ihren Nebengebäuden im Jahr 1127 abgebrannt war.

Das prachtvolle, romanische Portal entstand um 1240, und 1319 wurde die St.-Veits-Kapelle als eines der ältesten gotischen Bauwerke Salzburgs errichtet, bevor die barocken Deckenfresken in der Mitte des 18. Jahrhunderts und, danach, Teile der Kirche im Rokoko-Stil umgestaltet wurden.

Deckengemälde in der Kirche
Mozarts Taufbecken

Im Innern der Kirche lässt sich die romanische Bauform noch gut erkennen, während sich der Rokoko vor allem in der Vielzahl der Altäre widerspiegelt. Beim Rundgang durch die Seitenschiffe entdecken wir neben dem Grabdenkmal von Johann Michael Haydn und einer Marmorplatte, die an Mozarts Schwester Nannerl erinnert, das Taufbecken von Mozart. Für uns ist es ein weiterer Beweis dafür, dass Mozart in Salzburg allgegenwärtig ist.

Felsengrab mit Osterbild in der Erzabtei St. Peter
Altar unter der Kirche
VG Wort