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Engelsburg

Nachdem wir kreuz und quer durch Rom gelaufen sind, kommen wir schließlich irgendwie zur Rückseite der Engelsburg. Das ist nicht gut. Denn weil die Anlage durch einen waldähnlichen Park und Graben umgeben ist, müssen wir einen guten Umweg in Kauf nehmen, um zur attraktiveren Vorderseite der Burg zu kommen.

Besser wäre es gewesen, die Engelsburg mit der Vatikanstadt zu verbinden, da es vom Petersplatz aus nur etwa 700 Meter sind, auf denen man sogar noch ein paar der wenigen schönen Blicke auf den Tiber bekommt.

Engelsburg
Tiber bei der Engelsburg

Ursprünglich war die Burg als Grabmonument für Kaiser Hadrian gedacht. Als Vorbild diente das Augustusmausoleum, nur dass Kaiser Hadrian ein deutlich größeres Bauwerk für sich bzw. seine sterblichen Überreste beanspruchte.

Das war wohl auch der Grund, warum sein Grab erst einige Jahre nach seinem Tod vollendet wurde. Und das wahrscheinlich nur, weil die späteren Herrscher bis zur Zeit des Septimius Severus den Bau ebenfalls als angemessene Ruhestätte ihrer Gebeine betrachteten.

Brücke über den Tiber
Petersdom

Als Rom im dritten Jahrhundert eine neue Stadtmauer bekam, wurde das Mausoleum zur Festung ausgebaut und damit Teil der Verteidigungsanlagen. Den Namen Engelsburg erhielt sie schließlich im Jahr 590, als Papst Gregor der Große den Engel Michael über dem Bau sah,

der ihm das Ende der Pest verkündet haben soll. Ob das stimmt, lässt sich schwerlich widerlegen. Sicher aber ist, dass die Päpste die mächtigen Mauern der Engelsburg gerne aufgesucht haben, wenn es in der Stadt unruhig wurde.

Engelsburg
einer der Brückenengel
VG Wort
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