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Prag, die Goldene Gasse

heute werden Kafka-Bücher im Kafka-Haus verkauft
Achtung, Kopf einziehen!
Marionetten-Laden in der Goldenen Gasse

Nach dem Waffenmuseum gehen wir in das Haus Nr. 22. Als berühmtester Bewohner der Gasse hat hier Franz Kafka kurze Zeit im Haus seiner Schwester Otla gewohnt. Nachdem sich die Gasse nach Auszug der letzten Bewohner in den 50er Jahren zu einer Museumsstraße wandelte,

befindet sich in dem Kafka-Haus heute ein Bücherladen, in welchem Kafkas Werke in mehreren Sprachen zum Kauf angeboten werden. Findet man sich nicht zurecht oder sucht etwas ganz Bestimmtes, kein Problem, die Verkäuferin versteht und spricht gut Deutsch.

in der Kafka-Buchhandlung
obere Etage eines der kleinen Häuschen
Marionetten-Laden

Etwas schade finden wir, dass in der Gasse jede Menge Läden untergebracht sind. So auch ein Marionettengeschäft, in welchem eine Frau gleich mal den Hinweis bekommt, dass sie nur ein Foto für die Erinnerung aufnehmen dürfe. Ansonsten jedoch solle sie das Fotografieren bitte bleiben lassen. Gar enttäuscht äußert sich draußen eine junge Frau: »Das kann doch nicht sein, dass ich erst ein Haufen Eintritt zahle und dann drinnen nur noch mehr Geld ausgeben soll.«

Schon vor unserer Reise haben wir von anderen Pragbesuchern gelesen, dass sie nicht mehr in die Goldene Gasse gehen werden. Ob es sich mal rächt, die Attraktion so zu gestalten, dass es vielen wie eine Abzocke vorkommt? Bei unserem Besuch wenigstens wälzt sich der Touristenstrom noch unaufhaltsam durch die Gasse,

bevor er sich am hinteren Ende staut. Ein Zurück scheint hier nur noch mit gesundem Ellbogeneinsatz möglich. Immerhin aber nehmen wir doch ein paar schöne Erinnerungen mit durch ein schweres Holztor, hinter dem ein kleiner Abgang (fast) direkt in den Folterturm führt.

Arzt-Marionetten im Marionettenladen
in der Goldenen Gasse gibt es kein Zurück
am Ende der Goldenen Gasse kommt man in den Folterturm der Burg Hradschin
VG Wort
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