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Pulverturm von Prag

Weite Teile des Prager námestí Republiky sind eher schmucklos. Ein paar Baustellen, einige einmündende Straßen und Bahnschienen und nicht zuletzt die U-Bahn-Schächte bestimmen das Bild.
In Richtung Zeltnergasse jedoch befindet sich mit dem Gemeinde- und Repräsentationshaus (Obecni dum) eines der prächtigsten Gebäude der Stadt. Dementsprechend glamourös ist das Café im Jugendstil eingerichtet.
Das Zücken einer Kamera wird hier allerdings nicht so gerne gesehen. So winkt mich der Kellner erst durch, nachdem ich ihn ein wenig mit meinem Presseausweis nerve ...

Obecní dum - Gemeinde- oder Repräsentationshaus
Obecní dum - Gemeinde- oder Repräsentationshaus

Als krasser Kontrast ragt neben dem hellen Gebäude der Pulverturm (Prasná brána) in die Höhe. Im Jahr 1475 begonnen, gilt er als architektonisches Gegenstück des Turms der Karlsbrücke. Ende des 17. Jahrhunderts diente er vorübergehend als Pulvermagazin,

bevor er 1757 durch Beschuss teilweise zerstört wurde. Bei der Restaurierung im Jahr 1875 erhielt der Turm schließlich sein spätgotisches Aussehen.

Pulverturm
Übergang vom Pulverturm zum Gemeindehaus
Pulverturm

Heute ist der Pulverturm Ausgangspunkt von Stadtführungen und Spaziergängen. So laufen auch wir durch den Turm in die Zeltnergasse. Oder besser: in die Bäckergasse.

Denn diese backten hier früher die als »Zelten« bezeichneten flachen Kuchen. Mittlerweile natürlich werden in der Gasse mehr Postkarten und Souvenirs als Backwaren angeboten.

VG Wort
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