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Conciergerie

Blick über die Seine zur Conciergerie
in Gewölbesaal der Conciergerie

Ein unbedingtes Muss auf der Ile de la Cité ist die Conciergerie. Nachdem sie im Mittelalter zum Kapetingerpalast gehörte, erlangte der gewaltige Bau während der Französischen Revolution eine erschütternde Berühmtheit. In den dicken Mauern des Schloss- und Staatsgefängnisses warteten die Mörder von Heinrich IV. und des Herzogs von Berry und Charlotte Corday,

die Mörderin von Marat genauso auf ihre Verurteilung wie Marie-Antoinette (»Wenn sie kein Brot haben, so sollen sie Brioche essen.« - Ihr berühmtes Zitat, das allerdings schon lange vor ihrer Thronbesteigung von Jean-Jaques Rousseau verwendet wurde).

Fassade mit zwei der markanten gothischen Rundtürme
Wendeltreppe im großen Saal
Gefängniszelle

 Als das Schreckensgericht der Revolution die Macht innehielt, warteten hier zeitweise über 1000 Gefangene gleichzeitig auf ihre Hinrichtung, eine Menge, die selbst in dem großen Palastgemäuer schwer unterzubringen war. Auch wenn die meisten von ihnen hier nur kurze Zeit ihr Dasein fristeten: Zwischen Januar 1793 und Juli 1794 verurteilten die Revolutionsrichter 2700 Gefangene zu Tode.

Unter ihnen fanden sich übrigens auch Danton und Robespierre, welcher seiner eigenen Terrorherrschaft zum Opfer fiel, nachdem er am 27. Juli 1794 gestürzt wurde und sich ein Dekret, das er verfasst hatte und welches Verdächtige jede Möglichkeit der Verteidigung raubte, gegen ihn selbst richtete.

hier wurden den Gefangenen die Haare geschnitten
Raum der Wachen

Heute ist die Conciergerie mit ihren drei Rundtürmen, der ersten öffentlichen Uhr in der Stadt und ihrer neugotischen Fassade ein Museum. Nach dem Eingang kommen wir als erstes in den Raum der Palastwache.

Das riesige Gewölbe stammt aus dem 14. Jahrhundert und wird von mächtigen Pfeilern getragen, die im oberen Bereich angestrahlt werden, während wir selbst in einer düster gehaltenen Atmosphäre stehen. Da es hier nicht viel zu sehen gibt, gehen wir aber bald weiter in die oberen Räume der Conciergerie.

Tja, das nennt man wohl Pech gehabt.
Altar der Chapelle des Girondistes

Neben verschiedenen Gegenständen aus der Zeit der Revolution wie das Fallbeil der Guillotine können wir uns ein Bild von dem Leben in dem Gefängnis machen. So kommen wir nacheinander an dem Raum der Wachstube, des Untersuchungszimmers und mehreren exemplarisch eingerichteten Gefangenenzimmern vorbei,

in denen acht bis zwölf Gefangene auf engstem Raum auf ihren Tod warteten. Das nachgebaute Zimmer von Marie Antoinette mit richtigem Bett, Waschgelegenheit, Sekretär und mehreren Stühlen wirkt im Vergleich dazu wie der reinste Luxus.

Zimmer der Marie Antoniette
Wächterraum
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