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Galerie Colbert und Forum des Halles

Eingangsbar
Galerie Colbert - Brasserie Le Grand Colbert

Die Galerie Colbert befindet sich nur einen Katzensprung von der Galerie Vivienne entfernt. Sie wurde 1828 gebaut und nach dem Finanzminister Jean-Baptiste Colbert benannt. Mit der Galerie Vivienne ist die Galerie Colbert über einen Gang verbunden.

So wundert es uns auch nicht, dass sie ebenfalls mit einem Glasdach versehen ist und unter Denkmalschutz steht. Auffallend in der Galerie ist die gläserne Rotunde. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 15 Metern und ist von Säulen und Malereien umgeben.

Galerie Colbert
Place de Victoires

Dass es die Galerie Colbert noch gibt, grenzt an ein Wunder. Denn in den 1970er Jahren musste sie wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Danach wurde sie an die Nationalbibliothek verkauft, deren eigene Räume zu eng geworden waren. Erst nach einer aufwendigen Restaurierung in den 1980er Jahren wurde die Passage wieder für Besucher geöffnet.

Da die Räume heute vor allem von den Instituten der nationalen Kunstgeschichte und des nationalen Erbes genutzt werden, ist der Besuch relativ schnell beendet. Es sei denn, man unterbricht seinen Spaziergang für eine Pause in der Cafeteria Le Petit Colbert oder in der Brasserie Le Grand Colbert.

Restaurant Le Pavillon Baltard
Kirche Saint-Eustache de Paris

Im krassen Gegensatz zu den beiden sehr übersichtlichen Galerien sind die großen Markthallen im Quartier des Halles. Angeschaut haben wir die teils unterirdischen Bauten der Forum des Halles - auch Bauch von Paris genannt - allerdings nicht. So wissen scheinbar auch die Pariser nicht recht, was sie mit der riesigen Anlage anstellen sollen,

nachdem der hier einst ansässige Großmarkt Anfang der 1970er Jahre abgerissen wurde. So entstanden auf dem Areal zunächst der Bahnhof für die Linien der S-Bahn RER und der Metro, später ein Einkaufszentrum und ab Mitte der 1980er ein Schwimmbad, gut zwei Dutzend Kinos und der hübsche Garten auf dem Dach des Forums.

Sarl Electrica
Jardin du Forum des Halles - Garten über den Markthallen

Offenbar war alles nicht das Wahre. So wurden immer wieder die hohen Unterhaltungskosten, die mangelnde Hygiene und der sehr hohe Verschleiß als Kritikpunkte genannt. Nachdem mehrere Architekturwettbewerbe über den Umbau und die Neuausrichtung des Forums des Halles ausgelobt wurden,

hat man sich 2007 für den Entwurf der Architekten Patrick Berger und Jacques Anziutti entschieden und das alte Forum zurückgebaut. Über den aktuellen Stand der bereits mehrere Jahre andauernden Baumaßnahmen informiert die Seite www.parisleshalles.fr.

VG Wort
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