Anzeige

Bazar von Assuan

Obligatorisch zu jeder Ägyptenreise gehört der Besuch eines der vielen Bazare. So natürlich auch in Assuan, wo wir uns - vom Reiseleiter unbehelligt - in aller Ruhe umschauen dürfen.

Oder viel eher dürften. Denn so, wie die Märkte Ziel der Touristen sind, so sind wir Touristen wiederum das Ziel der Händler. Um so mehr, wenn in der Stadt - wie im Sommer - nicht viel los ist.

Bazar-Straße in Assuan
Zimtstangen und vieles andere

Tatsächlich schaffen wir es an so gut wie keinem Stand vorbeizukommen, ohne dass uns jemand ein »Hallo, Mister, Madame...« zuruft. Andere gehen mit ein, zwei Kleidern auf Annette zu, um ihr diese im Vorbeilaufen zu zeigen. Als schließlich einer so dreist wird, ihr ein Kleid direkt an den Körper zu halten, sehe ich rot.

Es mag zwar ägyptische Männer geben, die es in Ordnung finden, wenn sich andere an ihre Frauen vergreifen. In diesem Fall wird der Verkäufer jedoch eher froh gewesen sein, dass ich ihn nur unsanft beiseite dränge, bevor er sich unter dem Gelächter der anderen Händler trollt.

der vordere, touristischere Teil des Bazars
der hintere, einheimischere Bereich des Bazars
kleine Moschee im hinteren Bereich des Bazars

Als wir am hinteren Ende der Kleidermeile ankommen, erfahren wir, dass es sich nicht lohne, weiter zu gehen. Ein paar Meter weiter wechselt das Bild. Ist der vordere Teil noch einigermaßen intakt und ansehnlich, gibt es hinten neben ein paar kleinen Geschäften nur noch schäbig wirkende Stände und Karren. Wenn überhaupt, denn zwischen Bergen von Schutt, bieten ein paar Händler ihr Obst und Gemüse lediglich in Körben an. Teilweise nur durch eine staubige Decke vom Straßendreck getrennt.
Die Kulisse aber passt: teils eingestürzte, teils abgerissene Häuser dominieren das Bild. Und ein Abschnitt gar sieht aus wie nach einer kriegerischen Auseinandersetzung. Dann aber kommen wir in die Nähe einer Moschee und alles wirkt gleich wieder aufgeräumter.

Verkaufsstand auf Schutt
auch hier wird noch verkauft
VG Wort
Anzeige