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Washington Square

und trübe Sicht vom Pier 45

Der Washington Square Park gilt als das Herz von Greenwich Village. Der Washington Arch ist bereits in Sichtweite unseres Spazierwegs durch das Viertel. Zuvor gönnen wir uns jedoch einen Abstecher in den kleinen, attraktiven Willy's Garden.

Dieser ist umgeben von Gebäuden der New York University. Passend dazu wacht am Ende des Gartens eine Statue des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes über die nähere Umgebung. Ein Geschenk des Bürgermeisters von Madrid aus dem Jahre 1724.

Miguel de Cervantes in Willy's Garden
Washington Arch beim Washington Square Park
schöne Häuser rund um den Washington Square Park

Nach Vorbild des Arc de Triomphe in Paris ist der Washington Arch durch den Architekten Stanford White entstanden. Dessen Nordseite zieren zwei Statuen von Washington. Eine zeigt ihn als General zu Kriegszeiten, die andere als Präsident in Friedenszeiten.

Der Triumphbogen aus weißem Marmor ersetzte den ursprünglichen Holzbogen, welcher zum hundertjährigen Jubiläum von Georg Washingtons Ernennung zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten erstellt wurde.

trübes Wetter im Washington Square Park
verwaiste Spieltische im verregneten Washington Square Park
Wandmalerei im Greenwich Village

Normalerweise ist der Washington Square Park ein beliebter Treffpunkt der New Yorker Familien, Studenten, Hundefreunde und Künstler. Um die zentralen Brunnen werden Picknicks veranstaltet und Akrobaten beobachtet. Bei unserem Besuch sieht das etwas anders aus.

Bei trübem Wetter treffen wir gerade mal auf eine Frau, welche unter ihrem Schirm die Tauben und Grauhörnchen füttert. Die restlichen Passanten queren den Platz schnellen Schrittes und hoffen wohl auch auf baldigen Sonnenschein.

Tauben- und Grauhörnchenfütterung im Washington Square Park
altes Kino im Greenwich Village

Dabei kann auch der Washington Square Park auf eine düsterere Vergangenheit zurückblicken. Ursprünglich als Friedhof angelegt, mauserte sich der Park bald zum Duellierplatz und Hinrichtungsstätte. In den 1820er Jahren befand sich hier der Exerzierplatz für militärische Paraden.

Erst später zog es den Geldadel in die Umgebung des Washington Square und im 19. Jahrhundert ließen sich schließlich Schriftsteller wie Edgar Allen Poe, Mark Twain und Henry James in den Straßen um den Park inspirieren.

Laden im Greenwich Village
»das geschlachtete Lamm« - Pub im Greenwich Village

Da es sich durch den Regen kaum lohnt, länger am Washington Square Park zu verweilen, spazieren wir bald weiter zum Hudson River. Hier lädt der frisch renovierte Pier 45 zum Erholen ein und bietet einen herrlichen Blick nach Newport Jersey City. Vorausgesetzt natürlich, die andere Seite ist zu sehen.

So bleibt uns die Aussicht vergönnt, während auch der Pier eher trübselig wirkt. Zeit also für einen Kaffee. Hier in der Nähe müsste sich die Magnolia Bakery befinden. Berühmt durch die Serie Sex and the City, ist dieser vielleicht auch ein nettes Café angeschlossen? Also nichts wie hin!

schlechte Sicht am Pier 45 beim Hudson River
die Magnolia Bakery aus der Serie Sex and the City

Vor Ort folgt die Ernüchterung. Trotz der weltbekannten Serie ist die Magnolia Bakery bis heute eine reine Pâtisserie geblieben, welche hübsche Cupcakes herstellt. Alles ist zum Mitnehmen, auch der Kaffee und der wird natürlich in Pappbechern ausgeschenkt … Bei schönem Wetter wäre dies vielleicht nett. Dann hätten wir damit zum Pier 45 gehen können.

So aber schenken wir uns das Probieren und suchen lieber ein gemütliches Café. Einen Augenblick später werden wir an der Ecke Hudson-Perry Street fündig. Es ist eine Filiale des »Le Pain Quotidien«, ein Bio-Bäcker mit leckeren süßen Stückchen und gut gemeinten Ernährungstipps: »Der Schlüssel zum gesunden Essen? Vermeide Lebensmittel aus der TV-Werbung.« So einfach ist bringt es »Das tägliche Brot« auf den Punkt.

»Le Pain Quotidien«, ein Bio-Bäcker in New York
Lars beim Kaffee im »Le Pain Quotidien«
VG Wort
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