Extratour auf Manhattan

nochmals durch Greenwich Village

Eine Woche im Big Apple neigt sich ihrem Ende zu. Es ist der letzte Tag unserer Städtereise in New York, der »Stadt der Städte«. Die Sonne scheint. Damit nutzen wir abermals die U-Bahnen Path und Subway für die Fahrt nach Manhattan und eine Extratour durch das berühmte Stadtviertel. Sowie wir den Hudson River unterquert haben, steigen wir bei der Christopher Street Station auch schon wieder aus. Denn im Greenwich Village gibt es noch einiges zu sehen

Außerdem hat es uns im Sweet Life Café so gut gefallen, dass wir uns dort erst einmal ein ordentliches Frühstück gönnen. Wir sind pünktlich. Denn samstags gehen auch New Yorker Familien gerne frühstücken. Soll heißen: Kaum sitzen wir am Tisch, sind alle Plätze in dem winzigen Café auch schon belegt. Wer nach uns kommt, muss sich in Geduld üben oder sich mit den weniger stilvollen To-Go-Produkten begnügen.

die Christopher Street Station der Path
in der Bleecker Street von New York

Gut gestärkt schlendern wir anschließend durch die Hudson Steet. Ihr Name geht auf den drei Häuserblöcke entfernten Fluss zurück, dessen Ufer einst genau hier verlief. Trockenen Fußes geht es in die idyllischen Gassen der Barrow- und Commerce Street.

Inmitten der hübschen Brownstonehäuser stoßen wir an der Ecke zur Bedford Street auf das schmalste Haus New Yorks. Es misst gerade mal eine Breite von 2,90 Meter. Da es einen ehemaligen Häuserdurchgang zu den früheren Stallungen füllt, ist es dafür zumindest 9,10 Meter lang.

Hauseingänge im Greenwich Village
das schmalste Haus New Yorks
Hauseingang im Greenwich Village

Einen Steinwurf weiter wird es in der Bleecker Street Italienisch. Hier warten Eisdielen, Restaurants und Delikatessenläden auf Kundschaft. Darunter findet sich ein richtig guter Käseladen, der Murray's Cheese, der seit dem Jahr 1940 italienische, spanische und französische Käsesorten anbietet. Dazu gibt es natürlich passende Tête de Moine-Käsehobel und Caquelons für Käsefondue.

Die Preise sind eher gehoben und dürften durch Zöllen auf europäische Waren auf weiter deutlich oberhalb der bei uns üblichen Preise bleiben. Doch der Laden boomt seit Jahrzehnten und es macht nicht den Anschein, als wenn sich dies so bald ändern sollte. In New York City weiß man offenbar europäische Esskulturen zu schätzen. Zumindest können sich genügend New Yorker auch einen tieferen Griff ins Portemonnaie leisten.

Extratour durch Greenwich Village
Brunnen beim Father Demo Square im Greenwich Village
Rundgang durch Greenwich Village

Am Father Demo Square vorbei gelangen wir in die düstere Gegend rund um die Minetta Street. Hier wurde das internationale Monatsmagazin und spätere Marke Reader's Digest gegründet, für die auch Lars die Texte zu einem Bildband verfasst hat.

In früheren Jahren trafen sich in den umliegenden Wirtsstuben literarische Größen wie Ernest Hemingway (wer auch sonst) und wurde im Jahr 1966 Jimi Hendrix entdeckt. Passend zu den hier gedrehten Gangsterfilmen wurde außerdem so manch Besitzer wegen Führen eines Drogenrings verhaftet.

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