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Spaziergang durch Swakopmund

Evangelisch-Lutherische Kirche
in der Evangelisch-Lutherischen Kirche

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, um Swakopmund zu Fuß zu erkunden. Vom Hotel gelangen wir durch die Schulstraße zur Poststraße. Nach links, Richtung Namib, kommen wir als erstes zur Evangelisch-Lutherischen Kirche. Wie viele andere Gebäude in der Stadt wurde der Bau im Jahr 1909 begonnen. 1912 war die Einweihung.

Zum Glück ist sie bis heute gut erhalten und offen. Im Innern empfängt uns eine ordentliche und zugleich schlichte Kircheneinrichtung. Auf Prunk setzt hier keiner. Wohl aber auf Ruhe während des Gottesdienstes. So gibt es gleich nach dem Eingang einen kleinen verglasten Raum, der für die Eltern mit kleinen Kindern gedacht ist.

Villa Wille und Hotel Eberwein, das älteste Hotel im Ort
Deutsche Backwaren und Confiserie schmecken den Namibianer auch heute noch

Ebenfalls an der Poststraße befindet sich die Villa Wille (heute Hotel Eberwein), das älteste Hotel im Ort. Überhaupt ist das Deutsche Erbe in Swakopmund nicht zu übersehen. So kommen wir ein paar Schritte weiter zu einer Bäckerei, die mit feiner Konditorei und Konfiserie im Seebad wirbt.

Ein Glück für die Namibier. Denn auch wenn Südwestafrika eine Weile britische Kolonie war und später von Südafrika besetzt wurde, so konnte dies nicht die reiche Auswahl deutscher Backkunst verdrängen und gehören deutsche Meisterbriefe in den Bäckereien zum normalen Wandschmuck.

Hohenzollern-Haus
Marine-Denkmal

Am unteren Ende der Poststraße, in der Nähe des Leuchtturms und Andenkenmarktes befindet sich das Marinedenkmal. Es wurde 1909 enthüllt und erinnert an die Teilnehmer des Marinekorps, die während der Herero- und Nama-Aufstände zwischen 1904 und 1907 gefallen sind.

Interessant finden wir, dass die Männer ganz genau nach den verschiedenen Dienstgraden aufgelistet sind. Von den vielen Opfern der afrikanischen Stämme jedoch ist nichts zu lesen.

VG Wort
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