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Museum von Swakopmund

im Museum von Swakopmund
alte Apotheke

Noch ehe wir ein Wort gesagt haben, werden wir im Museum mit einem herzlichen »Guten Tag!« begrüßt. Sieht man uns an, dass wir Deutsche sind? Ich habe keine Ahnung. Wohl aber spricht die Frau an der Kasse ein Deutsch, wie es sonst nur in Niedersachsen zu hören ist.

Später verrät sie uns, dass ihre Familie in der fünften Generation in Swakopmund lebt. Ob sie aus Deutschland stammt? »Nein, ich bin Engländerin«, erklärt sie, »aber in Swakopmund müssen wir in der Schule alle drei Sprachen lernen: Englisch, Deutsch und Afrikaans.«

Planwagen mit Großtierfallen und anderem
Klavier
in der Kolonialzeit typische Küche

Das Museum selbst besteht seit 1951 und überrascht mit seiner Vielzahl an oft privat gespendeten Gegenständen und Abzeichen aus der Kolonialzeit. So finden sich neben einer Sammlung Orden alle in Südwestafrika einst gültigen Währungsmittel und einige Uniformen aus der Zeit.

Bedeutender ist die naturwissenschaftliche Sammlung in der oberen Etage, welche den Gegensatz zwischen Namib und Meer herausstellt sowie die Mineraliensammlung.

Koloniales Esszimmer
alte Zahnarztpraxis
Zahnarztbohrer mit Pedalantrieb

Uns persönlich gefällt der Bereich am besten, in dem das Leben in der Kolonie nachgestellt wird. Neben einer kompletten Apotheke und einer Zahnarztpraxis können wir direkt in die Wohnstuben und Küchen der Zeit schauen - und lernen ganz nebenbei, was es mit den Shell-Möbeln auf sich hat.

Denn bei Weitem nicht alle Kolonialisten waren bei ihrer Ankunft vom Reichtum gesegnet. Vielmehr galt es für die meisten, sich mit bescheidenen Mitteln eine Wohnung einzurichten. Viele griffen dabei auf alte Kanister zurück, aus denen sie Schubladen und Schränke bauten.

VG Wort
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