Anzeige

Salzpfanne bei Sossusvlei

Kameldornbäume und Webervögel in der Senke

Blick über die Salzpfanne
nur wenige Pflanzen gedeihen auf dem salzigen Untergrund

Am Sossusvlei angekommen, dürfen wir die große Salzpfanne auf eigene Faust erkunden. Als zweite Möglichkeit könnten wir eine weitere Düne hinauf kraxeln, um von oben auf das Vlei hinab zu schauen.

Nach der Strapaze auf Düne 45 begnügen wir uns damit, am Boden zu bleiben, und steigen über einen kleinen Sandwall hinüber in die Senke.

auch ein nettes Bild
und noch ein schönes Bild

Ab und zu überflutet der Tsauchab Fluss das Vlei und schafft damit die Lebensgrundlage für die wenigen Tiere und Pflanzen. Die meiste Zeit aber herrscht in der Senke Trockenheit und erreichen nur tiefwurzelnde Sträucher und Kameldornbäume das Grundwasser.

So kommen wir schon bald auf die rissige, hellgraue und zugleich steinharte Lehmdecke.

ein Windstoß wirbelt den Sand in die Höhe
Blick über die Salzlehmpfanne bei Sossusvlei

Wie mörderisch die Lebensbedingungen hier sind, beweisen mehrere verdorrte Bäume. Und doch finden wir auf dem Vlei schwarze Käfer, die scheinbar ziellos über die Salzpfanne krabbeln. Wie bei der Düne 45 peitscht der Wind auch hier den lockeren Sand über die Dünen.

Ab und zu bilden sich Windhosen, die eine Ladung roter Körner über das Sossusvlei und uns über die Füße treiben. Wo immer ein kleines Hindernis ist, ein Grasbüschel, vielleicht ein Stein, bilden sich Sandhaufen. Umgekehrt schafft es das flach wurzelnde Dünengras, die gewaltigen Dünen zu besiedeln.

zwei Siedlerwebervögel bei Sossusvlei
uns geht´s gut!

Schön finden wir, dass wir beim Sossusvlei nach den zuvor nur sehr kurzen Aufenthalten beim Köcherbaumwald und dem Fish River Canyon Park genügend Zeit für einen längeren Spaziergang haben. So können wir den Ausflug doch viel besser genießen und in uns aufnehmen.

Zugleich ist das Vlei so groß, dass wir die meiste Zeit niemanden begegnen und die Landschaft in aller Ruhe (= Stille) erkunden können. Zumindest bis wir zurück am Ausgangspunkt sind. Dort nämlich siedelt eine große Kolonie Webervögel, die eigentlich immer für Unterhaltung sorgt und uns die Wartezeit auf den Jeep verkürzt.

VG Wort
Anzeige