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Fotostopp beim Fish River

Schotterpiste im Südosten Namibias (Route C12)
Ufer des Fischflusses

Auf dem Weg vom Fish River Canyon Park nach Duwisib Castle halten wir kurz nach Seeheim für zehn Minuten beim Flussbett des Fischflusses. Bis auf wenige Pfützen ist dieser ausgetrocknet.

Kein Wunder, wird doch einiges Wasser beim Hardap Damm zur Bewässerung abgefangen. Wir haben die Wahl: entweder hoch auf die Brücke, um das Tal zu überblicken, oder runter zum Fluss, um zu schauen, ob sich da noch was tut.

ausgetrocknetes Flussbett des Fish River
ausgetrocknetes Flussbett des Fish River

Wir entscheiden uns gegen die Brücke und stiefeln über einen Sandhang und vorbei an ein paar Büsche in das steinige Flussbett. Abgesehen von ein paar Gräsern und einem einsamen Ibis gibt es hier leider nicht viel zu sehen.

Dafür aber schreien die Brückengänger unserer Gruppe auf einmal: Paviane! Doch wo? Irgendwo am Hang. Durch das Geschrei verschreckt, machen sich die scheuen Tiere jedoch aus dem Staub, noch ehe wir sie erblicken können. Eigentlich schade.

nur wenige Pfützen haben sich in den Winter gerettet

Neben dem flüchtigen Abstecher zum Rand des Canyons sind, sobald der Fluss komplett trocken ist, auch Wanderungen möglich. Meist ist das zwischen Mai bis Ende August. Das nötige Permit hierzu erhält man beim Ranger. Beantragen muss man dieses jedoch zuvor bei der Naturschutzbehörde in Windhoek.

Zu zweit hat man allerdings keine Chance, in den Canyon zu dürfen, da nur Gruppen von ab drei bis vierzig Leute die Erlaubnis zur Wanderung bekommen. Zudem muss man ein ärztliches Attest über seine Fitness vorlegen.

Der Abstieg in den Canyon ist in der Nähe des Hauptaussichtspunktes, bei dem wir unseren Spaziergang begonnen haben. Bis hinunter zu den »Sulphur Springs« sind es gut 45 Minuten. Der Aufstieg dauert etwa doppelt so lange.

Wer der Fish River Canyon bis hinunter zu seiner Mündung in den Oranje (bei Ai Ais) durchwandern will, muss dafür drei bis fünf Tage einrechnen.

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