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Nashorn bei der Epako Lodge

Da stehen sie! Vier Breitmaulnashörner, umgeben von einer Herde Gnus und wenigen anderen Antilopen. Durch unsere Anwesenheit lassen sich die Dickhäuter nicht stören. Sie sind es längst gewohnt, im Rampenlicht zu stehen.

Dennoch verhalten sich alle sehr ruhig in der Reisegruppe. Sind es doch die ersten Nashörner, die wir in Afrika sehen.

Nashörner und Gnus beim Wasserloch der Epako Lodge
zwei Breitmaulnashörner

»Vor einem Jahr hatten wir noch zwei Bullen«, erklärt der Ranger. Nach einem schweren Kampf der beiden verendete jedoch einer. Geblieben sind ein Bulle, zwei Weibchen und ein Junges. Dass wir sie an der Wasserstelle nahe der Epako Lodge sehen, ist kein Zufall.

Denn es hat im Sommer zu wenig geregnet, sodass das Futterangebot in der Umgebung der Lodge knapp geworden ist. Daher wird jetzt zusätzliches Gras für die Tiere ausgelegt.

Nashörner und Gnus beim Wasserloch der Epako Lodge
Nashörner und Gnus beim Wasserloch der Epako Lodge

Wir sind fasziniert. Zwar können die Nashörner nicht in die freie Wildnis entfliehen, aber dass wir überhaupt noch welche in zumindest einigermaßen freier Wildbahn sehen, hatten wir schon nicht mehr geglaubt. Wären da nur nicht die vielen Gnus.

Denn so gerne ich sie sehe, so sehr ich mich speziell auf sie gefreut habe. Jetzt könnten sie doch ein wenig zur Seite gehen, sodass wir endlich freie Sicht auf die Nashörner haben.

Breitmaulnashorn mit Kind
Breitmaulnashorn

Am nächsten Morgen kommt es noch besser: Nicht genug, dass wir die Mutter mit ihrem Jungen auf dem riesigen Gelände der Epako Lodge wiederfinden, treffen wir sie genau in dem Moment, als das Kleine gestillt wird.
Damit dies überhaupt möglich ist, muss sich zuerst die Mutter auf die Seite legen. Danach muss sich das Junge hinlegen, um an die Milch zu kommen. Andernfalls drohen der Mutter Verletzungen. Wir sind - aber das weiß jeder - fasziniert.

VG Wort
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