Botahtaung Pagode

mit ihrem goldenen Labyrinth

Nach unserem Ausflug nach Dala dachte ich eigentlich, es ist Essenszeit. Doch bevor uns der Bus zum Markt von Yangon bringt, setzt er uns bei der Botahtaung Pagode ab. Bisher mussten wir an diesem Tag noch keine Schuhe ausziehen. Dies übrigens sehr zur Freude von Lars, der schon am frühen Vormittag bemerkte:

»Gott sei Dank darf man hier auf den Straßen die Schuhe anlassen, bei dem vielen Dreck!« Dafür betteln vor der Pagode Kindermönche nach Geld. Für burmesische Mönche gibt es alle möglichen Regeln. Sie dürfen unter anderem kein Geld anfassen, was das Betteln erschwert.

die Botahtaung Pagode von Yangon
Schildkrötenteich in der Botahtaung Pagode

Die Botahtaung Pagode heißt übersetzt »1000 Offiziere«. Sie wurde in derselben Epoche wie die Shwedagon Pagode erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei einem Luftangriff der Royal Air Force am 8. November 1943 vollständig zerstört.

Ab dem 4. Januar 1948, dem Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien, wurde die Pagode aber wieder aufgebaut. Ein Schrein im Innern soll eine Haarreliquie des Gautama Buddha enthalten. Nach der Zerstörung wurde diese bei Ausgrabungsarbeiten im Schlamm entdeckt. Sie befand sich in einer Steinschatulle in Form einer Pagode.

Stupa bei der Botahtaung Pagode von Yangon
goldenes Labyrinth in der Botahtaung Pagode von Yangon
Nat bei der Botahtaung Pagode von Yangon

Dieser Fund unterstreicht das Besondere der Pagode: Im Gegensatz zu den meisten Pagoden ist die Botahtaung innen begehbar. Wie ein kleines Labyrinth sind die Gänge durch das Gebäude angelegt. Beim Schrein versuchen die Gläubigen, Geldscheine in eine Schale zu werfen.

Ansonsten sind die Gänge leer. Dafür sind die Wände und Decken von oben bis unten mit Ornamenten verziert, welche golden angemalt sind. Wir befinden uns also inmitten einer übergroßen Schatzkiste.

Buddha-Schrein in der Botahtaung Pagode von Yangon

Im Garten der Pagode kommen wir anschließend zu einem größeren Teich. Wir können darin einige unterschiedliche Schildkröten ausmachen. Es gibt auch ein Plakat mit den verschiedenen Tieren.

Blöd nur, dass es mit der bedruckten Seite so gegen die Scheibe gehängt wurde, dass man es nur von außen anschauen könnte, wo keiner hinkommt. Dennoch sorgt der Teich für etwas kühlere Luft in der sommerlichen Hitze von Yangon.

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