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Sonnenaufgang über Bagan

mit dem E-Bike durch die Nacht

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Tempelfelder von Bagan zu erkunden. 1. In der Gruppe mit dem Bus, womit wir am ersten Tag die wichtigsten Tempel besichtigt haben. 2. Mit dem Ballon, der eine knappe Stunde über die Tempel hinweg schwebt. Wer dies möchte, sollte aber mindestens zwei Monate vorher reserviert haben, was wir bei der Vorbereitung irgendwie verpasst haben.

3. Man geht zu Fuß. Immerhin ist die Umgebung von Bagan topfeben, andererseits aber auch sehr weitläufig. 4. Man mietet sich ein Fahrrad oder ein E-Bike. Für unseren zweiten Tag in Bagan entscheiden wir uns für Letzteres. Und wie wir Südschwarzwälder halt so sind, erwarten wir ein E-Bike wie bei zu Hause.

in der Morgendämmerung bei Bagan

Vor Ort werden wir einmal öfter eines Besseren belehrt. Bei einem E-Bike handelt es sich in Myanmar um einen indischen Elektroroller. Nach Larsis schwerem Rollerunfall im Sommer 2006 saßen wir nie wieder auf so einem Ding.

Nun endlich, nach über zehn Jahren, wollen wir es wieder wagen. Somit starten wir – gefühlt – mitten in der Nacht. Den Elektroroller bekommen wir für je 8000 Kyat beim Hotel und ein Helm ist auch dabei.

Ballons starten bei Bagan
Ballonfahren über Bagan

Die Rezeptionistin empfiehlt uns für den Sonnenaufgang den Thitsarwadi Tempel. Auf diesen kann man hinaufklettern und außerdem befindet er sich ganz in der Nähe vom Hotel. Prima. Als wir starten, ist es stockdunkel.

Auf den ersten Metern kämpfen wir uns durch den weichen Sand in der Hotelzufahrt, bis wir eine bessere Straße erreichen. In der Ferne sehen wir mehrere beleuchtete Pagoden. Doch welche ist die Richtige?

Morgendämmerung über Bagan

Nach ein paar Kilometern denke ich, die Einfahrt zum Thitsarwadi Tempel gefunden zu haben. Genau dort werden wir von einem Einheimischen abgepasst, der uns einen viel besseren Tempel empfiehlt und auch gleich zeigen will. Na ja, warum nicht? Wir folgen ihm und fahren und fahren und fahren … Bald wird die befestigte Straße wieder zur Sandpiste.

Wieder sehen wir beleuchtete Pagoden in der Ferne. Welche er anfahren will, bleibt uns ein Rätsel. Schließlich hält er mitten in der Dunkelheit an. Und tatsächlich: Direkt vor uns können wir die düsteren Umrisse der Pyathetgyi Pagode ausmachen.

am Morgen bei der Pyathetgyi Pagode
Anne am Morgen bei der Pyathetgyi Pagode
Buddha-Figur bei der Pyathetgyi Pagode

Zum Glück haben wir Taschenlampen dabei. Die Pyathetgyi Pagode ist ein Pahto, also ein begehbarer Tempel. Treppen führen durch finstere Gänge nach oben auf das Dach. Dort haben sich auch schon andere Touristen für den Sonnenaufgang eingefunden.

Dennoch geht es hier sehr viel ruhiger zu als am Vorabend bei der Shwesandaw Pagode. Bald nach unserer Ankunft wird es dämmrig und wir können in der Ferne die größer werdenden Ballons erkennen, die zur Morgendämmerung langsam aufsteigen.

Ballonfahren über Bagan
die Pyathetgyi Pagode von Bagan

Leider erwischen wir einen Schlechtwettertag. Der Himmel ist stark bedeckt und vereinzelt tröpfelt es sogar. Eigentlich ist das kein Ballonwetter. Doch die Veranstalter wollen sich das Geld – immerhin kommen hier einige Tausend Euro pro vollbesetzten Ballon zusammen – nicht entgehen lassen und starten trotzdem. Da kaum Wind geht, dauert es, bis sie langsam zu uns herüber schweben.

Sie fahren allerdings recht hoch. Ob das so schön ist? Bei unserer Ballonfahrt auf Mallorca fanden wir eigentlich die Abschnitte am schönsten, als wir nur knapp über die Bäume und hinweggeglitten waren. So haben wir bald genug und hoffen, den Rückweg zum Hotel zu finden. Denn jetzt brauchen wir erst einmal unser Frühstück.

Video zum Start der Ballons zum Sonnenaufgang bei Bagan | Myanmar

Sonnenaufgang in Bagan vom Pyathetgyi Pagode aus gesehen. Der etwas abseits gelegene Tempel bietet eine schöne Sicht auf den Startplatz der Heißluftballons sowie über das Pagodenfeld von Bagan.
VG Wort
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