Reisetipps zu Moskau und der Flughafen Domodedovo

Zurechtfinden am Aeroport Domodedovo

Sich auf dem Flughafen Domodedovo zurechtzufinden, ist einfacher, als es scheint. Bereits bei der Einreise sind wir angenehm überrascht, wie schnell wir an der Reihe sind und, einmal abgesehen von unserer fehlenden Flugnummer, einreisen dürfen. Wenige Schritte weiter kommen wir dann auch schon zum ersten Geldautomaten.

Sehr praktisch: die Menuführung gibt es auch in Deutsch. Leider aber ist der Automat für uns ziemlich unnütz. Da wir nämlich noch nicht regulär eingereist, also mit dem Gepäck am Zoll vorbeigelaufen sind, bekommen wir hier auch noch keine Rubel.

Flughafen Domodedovo und Reisetipps zu Moskau
Wegweiser u.a. zum Aeroexpress-train

In der Ankunftshalle gibt es aber mehrere Automaten, an denen wir mit der Visa-Card das erste russische Geld abheben können. Danach empfiehlt es sich, nach links durch das gesamte Gebäude zu laufen bzw. den Wegweisern zum Aero-Express zu folgen. Auf dem Weg dahin kommt man bei den Taxi-Unternehmen vorbei. Wer hier einen Fahrer sucht, zahlt übrigens doppelt soviel wie bei den Taxifahrern, welche außerhalb des Gebäudes warten.

Was wir etwas eine Frechheit finden, ist ein Schild, was darauf hinweist, dass es bei den privaten Unternehmen keine Garantie gebe, zum vereinbarten Ziel gefahren zu werden. Dies erklärt dann wohl den enormen Preisunterschied. Von der Verlässlichkeit her dürfte der Unterschied weit geringer sein.

Bar auf dem Weg vom Terminal zum Zug
Wartehalle im Domodedove

Wenn man bedenkt, dass in Moskau eigentlich immer dichter Verkehr herrscht, ist es ohnehin viel besser, sämtliche Taxis und Minibusse links liegen zu lassen und weiter den Schildern zum Aero-Express zu folgen. Kurz bevor man ihn erreicht, kommt man zum Ticketschalter, der deutlich mit  »Aero-Train« gekennzeichnet ist.

Ist man sich nicht ganz sicher, zeigen einem die Mitarbeiter, in welcher Richtung es zum wenige Meter entfernten Gleis des Zuges geht, der einen in etwa 40 bis 45 Minuten bis zum Bahnhof Pawelezkaja sowie der gleichnamigen Metro-Station bequem mitten in das Zentrum von Moskau fährt.

wenn mal nicht nach Wien fliegt...
orientalisches Restaurant im Flughafengebäude

Daneben unterscheidet sich der Flughafen Domodedovo nicht von den moderneren Flughäfen in anderen großen Städten. In der Shoppingmeile können bei der Abreise die letzten Rubel unters Volk gebracht werden,

mehrere kleine Bars laden zum Verweilen ein, und wer nach Österreich fliegt, kann sich im Café Vienna schon mal auf sein Reiseziel einstimmen.

Reisetipps zu häufig gestellte Fragen zu unserer Reise nach Moskau

Zur Reise nach Moskau erhalten wir gelegentlich Rückmeldungen. Häufige Fragen haben wir mit der Seite Reisetipps zu Moskau zusammengefasst. Wenn Sie selbst dort waren und Reisetipps zu Russland haben, freuen wir uns, wenn Sie diese mit uns teilen.

Wie sieht das mit dem Visum und der Einreise aus?

Schwierig. Vor dem Visum-Antrag braucht man eine Einladung aus Russland. Diese gibt es in der Regel von dem gebuchten Hotel, sie kann aber auch über eine Agentur (gegen Gebühr) eingeholt werden. Für den Visum-Antrag sind anschließend die russischen Konsulate zuständig. Welches es ist, hängt vom jeweiligen Wohnort ab.

Die Gemeinheit: die verschiedenen Konsulate verwenden unterschiedliche Formulare. Eine Überweisung der Gebühren ist in der Regel nicht möglich, per Post eingesandtes Geld wird zurückgeschickt. Um keinen Fehler zu begehen, empfiehlt es sich, den Antrag über einen Visum-Dienst zu stellen. Auf jeden Fall benötigt man eine Bestätigung der Reisekrankenversicherung.

Wo bekomme ich Geld?

Geld zu bekommen ist eigentlich kein Problem. Am Flughafen gibt es mehrere Geldautomaten für EC- und Visa-Card wie auch in der Innenstadt und den größeren Hotels. Wer einen Spaziergang etwas außerhalb des inneren Zentrums (= Alter Arbat, Umgebung vom Roter Platz) plant,

sollte jedoch damit rechnen, dass er genau dann keinen Geldautomat findet. Gezahlt haben wir alles bar in Rubel, um keine unliebsame Überraschung z.B. nach dem Restaurantbesuch zu erleben.

Ist bei der Anreise das Umsteigen mit Gepäck vom Aerotrain in die Metro ein Problem?

Der Weg vom Aerotrain zur Metro ist auch mit Gepäck gut zu schaffen. Dabei kommt man an mehreren Automaten vorbei, wo man die Tickets für die U-Bahn lösen kann. Es bilden sich oft Schlangen davor, sodass ein wenig Wartezeit eingerechnet werden sollte.
Vor allem während des Berufsverkehrs ist es auch in den Metros sehr voll. Wir können uns aber nicht daran erinnern, Schwierigkeiten mit unserem Gepäck gehabt zu haben. Wenn eine Bahn arg voll ist, wartet man am besten auf die nächste und bringt sich bis dahin möglichst gut in Position.

Da es oberirdisch oft Dauerstau gibt, würden wir bei einer zweiten Moskaureise auf jeden Fall wieder den Aerotrain und die U-Bahn nutzen. Es ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch sehr viel schneller und man muss nicht befürchten, dass einem der Taxifahrer schon mal vorab eine ungewollte Stadtrundfahrt in Rechnung stellt oder man zwei bis drei Stunden bis zum Hotel braucht.

Welches sind die schönsten Metro-Stationen?

Die meisten schönen Metro-Stationen finden sich entlang der Ringlinie und im Zentrum der Stadt: Majakovskaya, Kievskaya, Kropotkinskaya,

Komsomolskaya Novoslobodskaya, Novokuznezkaya und Ploschad Revoljutsii. Aber auch die Station »Alter Arbat« (von außen) zählt zu den Sehenswürdigkeiten Moskaus.

Wie ist das Essen in Moskau?

In aller Regel schlecht und teuer. Die Portionen sind so klein bemessen, dass wir in der Stadt nie richtig satt wurden. So bekam Lars bei der Bestellung eines Tellers Spaghetti (für gut 9 Euro) ein Minihäufchen Nudeln mit einem Klacks Sauce, frisch aus der Mikrowelle, serviert.

Ebenso erreicht italienische Pizza nur die halbe deutsche Größe - und wird doch wie ein Hauptgericht abgerechnet. Weil sich das Essen gehen kaum ein Moskowiter noch leisten kann, gibt es außerdem kaum ein Restaurant, sodass man sich dann doch wieder auf dem »Alten Arbat« findet, um etwas zu beißen zu finden.

Zu welcher Zeit waren wir in Moskau?

Anfang Oktober. Wir hatten Glück, da es mit Temperaturen bis gut 15 Grad noch angenehm mild in der Stadt war.

Vor Ort hatten wir erfahren, dass der Sommer im Jahr unseres Aufenthalts aus zwei warmen Wochen bestand und danach nur noch kühle Tage mit Temperaturen unter zehn Grad mit sich gebracht hatte.

Wie ist das mit dem Fotografieren?

In religiösen Gebäuden ist es meist verboten, ebenso (natürlich) in Museen. Ein Problem könnte der Einlass in den Kreml sein. Denn ab einem gewissen Durchmesser des Objektivs zählt eine Kamera als Profikamera und muss ins Schließfach abgegeben werden.

Meine Canon Eos 400D mit dem Objektiv Efs 17-85 mm wurde entsprechend genau beäugt, bevor der Sicherheitsmann dann doch entschied, dass dies noch keine Profiausrüstung sei. Annettes Camcorder war hingegen kein Problem.

VG Wort