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Dreifaltigkeitskirche und Epiphanienkloster

Hinter dem Richtplatz, links der Basilius-Kathedrale, verlassen wir den Roten Platz und biegen in die Uliza Warwarka. Bei uns würde die Straße wahrscheinlich Kirchstraße heißen. Denn da die frühen russischen Feldherren bzw. Zaren ein erfolgreiches Gefecht stets einem Heiligen zugeschrieben haben, bauten sie ihm zu Ehren eine Kirche.

Da die Zeiten unruhig waren, mussten sie im Lauf der Jahrhunderte eine ganze Reihe an Kirchen bauen. Wie sie heißen, lässt sich nicht so einfach erraten. Wohl aber ist es möglich, die ein oder andere kurz zu besichtigen. Wie auch ein Gebäude mit einem alten, auffallenden Holzdach, die alte englische Botschaft.

Kirchen in der Warwarka-Straße (uliza Warwarka)
Holzdach vom Alten Englischen Hof

Unser nächstes Ziel aber ist die Dreifaltigkeitskirche in Nikitniki. Umgeben von grauen Verwaltungsgebäuden, zum Teil mit Polizeieinheiten, hebt sie sich mit ihren Farben leuchtend von den anderen Häusern ab. Ein Kontrast, der viel Arbeit und Mühe erfordert.

So wurde die letzte Restauration erst zwei Jahre vor unserem Besuch abgeschlossen. Und doch sehen wir, wie die weiße und rote Farbe schon wieder aufgefrischt wird. Zum Glück ist es dennoch möglich, die Kirche über ausgelegte Schmutzfänger zu betreten und sich die Ikonen in dem kleinen Kirchenraum anzuschauen.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Ein paar Minuten reichen für die Besichtigung und so gehen wir bald über denselben Weg zur Kirchstraße zurück und biegen die nächste Straße rechts in die Chrustalnyj Pereulok ein. An ihrem Ende queren wir die Ulizsa Iljinka (in etwa halbrechts) und kommen ein paar Meter weiter in die Bogojawienskij P.. In diesem Bereich des Zentrums ist es deutlich ruhiger als auf dem Roten Platz und den Straßen nahe der Moskwa. Hier kommen wir nach wenigen Schritten zum Epiphanien-Kloster.

Wie so viele Kathedralen Moskaus ist auch sie frisch renoviert worden, sodass sie mit ihrem himbeerfarbenen Anstrich fast schon fehl am Platz wirkt. Das mag aber auch an den Gebäuden darum herum liegen. Immerhin ist das Kloster das zweitälteste in Moskau und damit zugleich das älteste in der Straße und damit einen kleinen Abstecher sicherlich wert, bevor man weiter zur Alten Synodaldruckerei und zurück zum Roten Platz - oder ins Kaufhaus Gum auf einen Kaffee - spaziert.

Epiphanienkloster
Alte Synodaldruckerei
Epiphanienkloster
VG Wort
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