Die Filmkulisse Tillac

für die ARD-Produktion »Die Dienstagsfrauen«

Noch etwas kleiner als Marciac ist das elf Kilometer entfernte Dorf Tillac. Mit knapp 300 Einwohner gehört es zu den kleinsten Orten, die wir in den Midi-Pyrénées besuchen. Doch was verschlägt uns hierher? Der erste Teil der ARD-Produktion »Die Dienstagsfrauen«. Die Witwe Judith will den begonnenen Pilgerweg ihres verstorbenen Mann Arne bis nach Lourdes vollenden.

Ihre drei Freundinnen aus einem Französischkurs begleiten sie dabei. Sehr bald stellt sich der Jakobsweg als eine beschwerlichere Tour heraus, als sie angenommen hatten. Meinungsverschiedenheiten, Hausfrauenfrust, Untreue, aber auch die Last des Luxus' stellen die Freundschaft bald auf eine harte Probe.

In dieser netten und humorvollen Komödie erkennen wir den kleinen Ort Tillac aus einer Abbildung in unserem Reiseführer wieder. Filmkulissen bilden für uns immer schöne Reiseziele. Und das kann doch auch mal eine ARD-Produktion sein. Hier in den winzigen und windschiefen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert fanden die vier Frauen eine rustikale Pilgerunterkunft.

Anders als im Film liegt die Herberge heute verlassen in der mittelalterlichen Gasse. Für die Einwohner scheint es schwierig zu sein, die denkmalgeschützten Fachwerkhäuser entsprechend der hohen Anforderungen instand zu halten. Einige stehen zum Verkauf.

Doch auch wenn Tillac etwas ausgestorben wirkt, gibt es am Eingangsturm das einladend wirkende Restaurant »Chez Gorka«. Zeit für einen Milchkaffee. Wir erzählen von den Dienstagsfrauen und fragen, was die Besitzer von der TV-Produktion damals mitbekommen haben. Allerdings haben diese das Restaurant erst vor sechs Jahren übernommen.

Damit müssen sie die Produktion knapp verpasst haben. Für die Einwohner Tillacs scheint es eine nicht erwähnenswerte Abwechslung in ihrem Ort gewesen zu sein. Zumindest hielt es keiner für nötig, den neuen Inhabern davon zu berichten. Für uns jedoch ist es ein weiterer beschaulicher Ort in unserer Filmkulissen-Sammlung.